Bayern

Das Wissenschaftssystem in Bayern

Kennzeichnend für die Wissenschafts- und Forschungslandschaft im Freistaat ist die besondere Vielfalt:

  • neun staatliche und mehrere nicht staatliche Universitäten bzw. wissenschaftliche Hochschulen sowie fünf Universitätsklinika
  • 17 staatliche und mehrere nicht staatliche Hochschulen für angewandte Wissenschaften bzw. Technische Hochschulen
  • 13 Institute sowie eine Forschergruppe der Max-Planck-Gesellschaft (MPG)
  • drei Zentren und ein Institut der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF)
  • sechs Institute der Leibniz-Gemeinschaft (Leibniz)
  • 13 Institute bzw. Institutsteile und Einrichtungen sowie 17 Arbeits- und Projektgruppen der Fraunhofer-Gesellschaft (Fraunhofer)
  • zahlreiche landesseitig finanzierte Forschungseinrichtungen

Das Fundament des Forschungssystems sind die Hochschulen. Da sie zugleich den akademischen und wissenschaftlichen Nachwuchs ausbilden, stehen sie für die Einheit von Lehre und Forschung. Für die Hochschulen und Universitätsklinika standen 2015 Ausgabemittel in Höhe von rund 4.877 Mio. Euro zur Verfügung, was einen Zuwachs von über 3 % gegenüber 2014 darstellt und belegt, dass der Freistaat Bayern die durch die Übernahme des BAföG durch den Bund frei gewordenen Mittel in seine Hochschulen und damit seine Zukunftsfähigkeit investiert.

Zugleich verfügt der Freistaat über eine exzellente und ausdifferenzierte außeruniversitäre Forschungslandschaft. Mit der Max-Planck- und der Fraunhofer-Gesellschaft haben zwei führende deutsche Forschungsorganisationen ihren Hauptsitz in München. Neben den Forschungsinstituten der Dachorganisationen gibt es zahlreiche landesseitig finanzierte außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, voran die traditionsreiche Bayerische Akademie der Wissenschaften sowie die Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns. Diese Einrichtungen wurden 2013 einer Strukturevaluierung unterzogen.

Durch den gezielten Einsatz zusätzlicher Landesmittel konnten in den zurückliegenden Jahren die Aktivitäten der Fraunhofer-Gesellschaft bayernweit ausgebaut werden. Die dabei verfolgte Zielrichtung beinhaltet neben der Etablierung neuer Themen und Standorte den Ausbau bestehender Einrichtungen zu eigenständigen Instituten sowie die Erweiterung und Bestandspflege der vorhandenen Institute. Thematisch konzentrieren sich die Ausbauaktivitäten auf IuK-Themen (u. a. IT-Sicherheit, Kommunikations- und Lokalisierungstechnologien), Energie, Werkstoffforschung, Biotechnologie, Produktionstechnik und Ressourceneffizienz.

Kartographische Darstellung der Hochschulen und Forschungseinrichtungen Bayerns

Datenbasis: Hochschulen – Hochschulrektorenkonferenz, Stand 01/2016; Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Bundes- und Landeseinrichtungen mit FuE-Aufgaben – Bundesbericht Forschung und Innovation 2016, EB II, Eigenangaben der Einrichtungen. © EuroGeographics bezüglich der Verwaltungsgrenzen. Standortkoordinaten: Geoinformationen © Vermessungsverwaltungen der Bundesländer und infas GEOdaten. © BMBF, Kartographische Darstellung: RISO, DLR Projektträger 2016.