Berlin

Das Wissenschaftssystem in Berlin

In kaum einer anderen Region Europas konzentrieren sich so viele Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen wie in Berlin: Vier staatliche Universitäten, die Charité-Universitätsmedizin Berlin, drei staatliche Kunsthochschulen, vier staatliche und zwei konfessionelle Fachhochschulen, 30 private Hochschulen und rund 70 öffentlich finanzierte außeruniversitäre Forschungseinrichtungen haben ihren Sitz in der Bundeshauptstadt.

Seit 1997 steuert das Land Berlin seine staatlichen Hochschulen über Hochschulverträge mit mehrjähriger Laufzeit. Seit dem Jahr 2010 werden die Hochschulbudgets aus einer Sockelfinanzierung und der leistungsbasierten Finanzierung in der Lehre sowie Forschung, Gleichstellung und Weiterbildung berechnet. Der Gesamtzuschuss setzt sich im Durchschnitt aller Hochschularten je zu einem Drittel der vorgenannten Bereiche zusammen. Hierbei wird sowohl nach Fächergruppen als auch nach Hochschularten unterschieden.

Die Bedingungen für Forschung und Lehre in Berlin wurden durch den Hochschulpakt 2020, den Pakt für Forschung und Innovation, die Exzellenzinitiative sowie einen landeseigenen Masterplan verbessert. Im Jahr 2015 haben die Hochschulen über die Hochschulverträge und die Berliner Qualitätsoffensive für die Lehre Hochschulpaktmittel in Höhe von 173,59 Mio. Euro erhalten. In diesem Rahmen wurde auch das Berliner Chancengleichheitsprogramm für Frauen in der Wissenschaft deutlich verstärkt.

An den Berliner Universitäten sind insgesamt vier Exzellenzcluster und neun Graduiertenschulen ansässig, zudem werden die Zukunftskonzepte der Freien Universität und der Humboldt-Universität gefördert. Bis 2017 stehen damit den Hochschulen zusätzliche Mittel in Höhe von 311 Mio. Euro, davon 77 Mio. Euro Berliner Landesanteil, für die Spitzenforschung im Rahmen der Exzellenzinitiative zur Verfügung.

Derzeit können die Berliner Universitäten auf 26 Sonderforschungsbereiche und Transferprojekte verweisen, nehmen an vielen weiteren koordinierten Forschungsprogrammen bundesweit teil und sind an insgesamt zehn Transregio-Sonderforschungsbereichen beteiligt. Die Zahl der Graduiertenkollegs liegt bei 26, davon sieben internationale Graduiertenkollegs.

Eine wichtige Rolle bei der Förderung der Berliner Spitzenforschung kommt der Einstein Stiftung Berlin zu. Ziel der aus Mitteln des Landes finanzierten Stiftung ist es, exzellente Berliner Forschungsprojekte institutionenübergreifend zu fördern. Mit der Stiftung bündeln Universitäten, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und das Land Kräfte, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit und Sichtbarkeit der Berliner Wissenschaft weiter zu erhöhen.

Die Charité-Universitätsmedizin Berlin genießt den Ruf einer über die deutschen Grenzen bekannten universitären Forschungseinrichtung der Lebenswissenschaften. Neben ihrem Engagement bei der Exzellenzinitiative und in zahlreichen Sonderforschungsbereichen ist sie an vier der sechs nationalen Gesundheitsforschungszentren beteiligt. Deutschlandweit verfügt die Charité mit 148,6 Mio. Euro (2014) über das größte Drittmittelvolumen medizinischer Fakultäten.

Mit der Gründung des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung (Berlin Institute of Health BIH) beschreiten die Charité und das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin neue Wege der Kooperation mit dem Ziel, translationale medizinische Forschung auf höchstem Niveau zu betreiben.

Zur Entwicklung eines zukunftsfähigen Wissenschafts- und Wirtschaftsstandortes leisten die außeruniversitären Forschungseinrichtungen einen entscheidenden Beitrag. Hierzu zählen drei Großforschungseinrichtungen der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF), vier Institute der Fraunhofer-Gesellschaft (Fraunhofer), sechs Einrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) (einschließlich Archiv), zwölf Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft sowie eine Reihe von Landeseinrichtungen. Hinzu kommen weitere gemeinsam vom Bund und den Ländern geförderte Institute sowie Bundeseinrichtungen wie die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) und die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), welche intensiv mit den Berliner Forschungseinrichtungen kooperieren.

Die für Berlin typische Nähe und Interaktion zwischen Natur-, Technik- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften schaffen ein günstiges Innovationsklima. Die Bundeshauptstadt bietet hierfür mit ihren Hochschulen, den Kunsthochschulen und außerhochschulischen Einrichtungen wie z. B. dem Wissenschaftskolleg, dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften sowie den drei Geisteswissenschaftlichen Zentren optimale Bedingungen.

Kartographische Darstellung der Hochschulen und Forschungseinrichtungen Berlins

Datenbasis: Hochschulen – Hochschulrektorenkonferenz, Stand 01/2016; Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Bundes- und Landeseinrichtungen mit FuE-Aufgaben – Bundesbericht Forschung und Innovation 2016, EB II, Eigenangaben der Einrichtungen. © EuroGeographics bezüglich der Verwaltungsgrenzen. Bezirksgrenzen: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (CC-BY 3.0 http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/). Standortkoordinaten: Geoinformationen © Vermessungsverwaltungen der Bundesländer und infas GEOdaten. © BMBF, Kartographische Darstellung: RISO, DLR Projektträger 2016.

Nachwuchsförderung

Im Jahr 2014 waren an den staatlichen Berliner Hochschulen 171.263 Studierende eingeschrieben, davon 32.670 im ersten Hochschulsemester. Die Zahl der Absolventinnen und Absolventen lag im gleichen Jahr bei 30.302. Die bundesweite Zielstellung, 40 % eines Altersjahrganges durch ein Hochschulstudium auszubilden, wird inzwischen weit übertroffen.

Ein besonderes Augenmerk der Berliner Wissenschaftspolitik gilt der Frauenförderung. Beim Frauenanteil an den besetzten Professuren von 31 % positioniert sich Berlin über dem Bundesdurchschnitt. Die bundesweite Zielstellung von 20 % Professorinnen hat Berlin bereits im Jahr 2005 erreicht. Die bundesweite Zielstellung von 40 % bei den besetzten Juniorprofessuren wird mit gut 52 % überschritten.

Die Universitäten haben Dachorganisationen für die Unterstützung der strukturierten Ausbildung von Doktorandinnen und Doktoranden geschaffen. So werden in der Dahlem Research School der Freien Universität Berlin (DRS), der Humboldt-Graduate School der Humboldt-Universität zu Berlin und im Programm TU doc der Technischen Universität Berlin strukturierte Promotionsprogramme und Graduiertenkollegs aus allen Bereichen der Universitäten zusammengefasst und betreut.

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Forschungs- und Technologieförderung

Durch die Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH (Berlin Partner) werden technologieintensive und innovationsstarke Unternehmen in Berlin „aus einer Hand" unterstützt sowie nationale und internationale Technologieunternehmen für den Standort Berlin gewonnen. Ziel der Berliner Technologiepolitik ist es, gesamte Wertschöpfungsketten in den Technologiefeldern Life Science und urbane Technologien wie Energie, Umwelt, Mobilität und Digitalwirtschaft/IKT abzubilden.

Die Förderinstrumente des Landes zielen auf die Erhöhung der Innovationsfähigkeit der Berliner Wirtschaft und den Wissens- und Technologietransfer ab. An erster Stelle ist hierbei das Programm zur Förderung von Forschung, Innovationen und Technologien (Pro FIT) zu nennen, mit dem FuE-Vorhaben von Unternehmen einzeln oder im Verbund mit Wissenschaftseinrichtungen gefördert werden. Durch die Kapitalbereitstellungen des VC Fonds Technologie Berlin sollen die Finanzierungsbedingungen für technologieorientierte Berliner KMU in der Seed- und Start-up-Phase in den Schwerpunkt- und Schlüsseltechnologiefeldern Berlins, insbesondere der Zugang zu privatem Beteiligungskapital sowie Fremdkapital, verbessert und damit die Innovationsintensität erhöht, die betriebliche Wettbewerbsfähigkeit der KMU und der Strukturwandel nachhaltig unterstützt sowie regionale Kompetenzen gestärkt werden.

Mit dem VC Fonds Kreativwirtschaft II können Beteiligungen für Berliner Unternehmen der Kreativwirtschaft bereitgestellt werden.

Das Personaltransferprogramm Innovationsassistent ist eine wirksame Komponente der Know-how-Übertragung aus der Wissenschaft insbesondere in kleine und mittlere Unternehmen. Durch den projektbezogenen Einsatz von qualifizierten Hoch- und Fachhochschulabsolventinnen und -absolventen erhalten die Unternehmen die Chance zur Bewältigung betrieblicher Innovationsaufgaben.

Das Programm Coaching BONUS deckt die gesamte Bandbreite unternehmerischer Fragestellungen innovativer, technologieorientierter bzw. kreativer KMU ab. Das reicht von Gründungsmodalitäten über Finanzierungsprobleme bis hin zu Marketing- und Vertriebsstrategien. Die Unterstützung im Coachingprozess und die sich daraus ergebende Qualifikation soll die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens nachhaltig stärken.

Das Förderprogramm Transfer BONUS unterstützt Auftragsforschung und verfolgt dabei das Ziel, kleinen und mittleren Berliner Unternehmen den Zugang zu den Erkenntnissen von Wissenschaft und Forschung bzw. deren Nutzung zu erleichtern. Es enthält auch ein Modul zur Förderung des Designtransfers in KMU. Seit 2016 stehen für Digitalisierungsprojekte von Berliner KMU erweiterte Fördermöglichkeiten im Programm zur Verfügung.

Auch das Angebot des Instituts für angewandte Forschung an den Fachhochschulen (IFAF) richtet sich vor allem an KMU. Das IFAF bündelt die Forschungskompetenz von vier Berliner Fachhochschulen und reagiert so auf die Wissens- und Transfernachfrage kleiner und mittlerer Unternehmen sowie von anderen Partnern aus der Region.

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Cluster- und Netzwerkförderung

Das Land Berlin unterstützt den Aufbau länderübergreifender Managementstrukturen in den gemeinsam mit Brandenburg definierten Clustern. Für die Begleitung der clusterpolitischen Maßnahmen durch Berlin Partner ist ein Ergebnis- und Wirkungsmonitoring (EWM) entwickelt worden. Es stellt ein praxisnahes Steuerungsinstrument für Clustermanagements dar und ermöglicht es, Wirkungen und Erfolge der Cluster zu identifizieren und sichtbar zu machen. Mittels einheitlicher Indikatoren soll es auf der Ebene jedes Clusters ein- und umgesetzt werden. Zugleich bietet das gemeinsame Indikatoren-Set die Möglichkeit, eine Gesamtsicht über die Cluster und die Ergebnisse der Maßnahmen zu erhalten.

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Technologietransfer und Gründungsförderung

Mit dem Internationalen Schaufenster der Elektromobilität Berlin-Brandenburg wird der Anspruch der Hauptstadtregion als Referenzstandort für neue Technologien und zukunftsgerichtete Konzepte zur Lösung großer gesellschaftlicher Herausforderungen unterlegt.

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt von Technologien „made in Berlin" liegt auf Smart-City-Lösungen und Anwendungen für die digitale Vernetzung.

Hervorragende Voraussetzungen für die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft und eine erfolgreiche Netzwerkbildung bietet der 1991 gegründete Standort für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien (WISTA) in Berlin-Adlershof. Er gehört zu den erfolgreichsten Hochtechnologiestandorten Deutschlands und wurde als „Region of Excellence" der EU ausgezeichnet.

1992 wurde der im Nordosten Berlins gelegene Biomedizinische Forschungscampus Berlin-Buch als modellhafte Verbindung von Grundlagenforschung, klinischer Forschung und Anwendung sowie gewerblicher Verwertung von Forschungsergebnissen gegründet. Durch die enge räumliche Verbindung von Forschungseinrichtungen wie dem Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin und der Charité mit dem gemeinsamen Experimental and Clinical Research Center sowie dem Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie ist der Campus für Biotechnologiefirmen ein attraktiver Standort.

Ziel des Anfang 2016 gegründeten „Fraunhofer Leistungszentrums Digitale Vernetzung" ist es, Berlin als Leuchtturm für digitale Vernetzung in Deutschland und international zu etablieren und auszubauen. Hierzu kooperieren die vier Berliner Fraunhofer-Institute FOKUS, IPK, IZM und HHI mit einer Vielzahl von Industrieunternehmen. Im Mittelpunkt des aus Mitteln des Europäischen Regionalfonds geförderten Transferzentrums steht die anwendungsbezogene Forschung in den Bereichen IuK, Datenverarbeitung und -aufbereitung, Entwicklung und Bereitstellung hochwertiger elektronischer Systeme sowie Produktion und Mikroelektronik.

In den letzten Jahren haben die Berliner Hochschulen ihre Transfer- und Gründungsaktivitäten hochschulspezifisch intensiviert und dabei insbesondere die Beratungs- und Lehrangebote rund um das Thema Ausgründungen/Existenzgründungen, auch unter frauenspezifischen Aspekten, erweitert.

Die Technische Universität Berlin hat mit ihrem Konzept zur Gründungsförderung beim Wettbewerb EXIST-Gründungskultur – Die Gründerhochschule des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie überzeugt und darf sich seit Juli 2011 „EXIST-Gründerhochschule" nennen.

An der Freien Universität Berlin hat der Arbeitsbereich innerhalb des Wissens- und Technologietransfers Profund Innovation zu einer deutlichen Professionalisierung des Gründungsgeschehens an der Hochschule beigetragen: Die Freie Universität wird seit 2013 gemeinsam mit der Charité Universitätsmedizin ebenfalls als Gründerhochschule unterstützt. Sie hat im Rahmen dieser Auszeichnung mehrere Initiativen ergriffen, die Gründungen als Querschnittsaufgabe für alle Bereiche der Universität verstehen – Umsetzungsschritte erfolgen in konkreten gründungsbezogenen Lehrangeboten, in der Verwaltung durch Regelungen für Ausgründungen und in der Forschung durch den Patent- und Lizenzservice. Darüber hinaus führt die Freie Universität Berlin zweimal im Jahr den Funpreneur-Wettbewerb durch, der sich an Studierende richtet, die „Gründen ausprobieren" wollen, und der unterstützt wird durch die Berliner Bank, die IHK und die Wirtschaftsjunioren.

Neue Wege für forschungsbasierte Ausgründungen geht auch die Humboldt-Universität zu Berlin: Mit ihrer 100-prozentigen Tochtergesellschaft Humboldt-Innovation GmbH (HI) ist sie Partnerin in allen Gründungsphasen und unterstützt u. a. bei der Erstellung von Businessplänen, bei der Vermittlung und Erschließung von Fördergeldern und Anschlussfinanzierungen sowie beim Markteintritt.

Auch die Fachhochschulen im Land Berlin sind sehr aktiv in der Gründungsförderung: Die Gründerwerkstätten sind als Start-up-Inkubator ein großer Erfolg. Die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin) und die Beuth Hochschule für Technik Berlin haben darüber hinaus das Berliner Entrepreneurship Netzwerk von Hochschulen und Unternehmen initiiert. Finanziert wird das Projekt bis 2017 mit Mitteln der Berliner Wirtschaft. Die Alice Salomon Hochschule Berlin hat ebenfalls die spezifischen Lücken für Existenzgründungen in sozialen und Gesundheitsberufen erkannt und arbeitet an einer stärkeren Vernetzung mit lokalen Initiativen.

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Internationale Zusammenarbeit (einschließlich EU)

Internationales Engagement und weltweite Vernetzung sind in Berliner Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen selbstverständlich gelebter Alltag. Berlin hat sich, auch dank der Internationalität seiner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, mit zahlreichen einzelnen internationalen Hochschulkooperationen, festen Auslandsbüros der Universitäten in den Weltregionen, internationalen Campusniederlassungen und im Rahmen von Verbundforschungsprojekten eine beachtliche Position im europäischen und im internationalen Forschungsraum erarbeitet. Die Technische Universität Berlin ist zudem – mit einem Climate-KIC und dem EIT Digital an zwei der drei Wissens- und Innovationsgemeinschaften (Knowledge and Innovation Communities – KIC) beteiligt, die durch das Europäische Institut für Innovation und Technologie (EIT) mit jeweils mehr als 100 Mio. Euro gefördert werden. Damit ist die Technische Universität Berlin eine der erfolgreichsten Universitäten bei diesem europäischen Wettbewerb. Sie hat 2015 ihr Engagement im EIT Digital noch verstärkt.

Zur Internationalisierung der Hochschulen trägt die Zunahme der Beschäftigung ausländischer Dozentinnen und Dozenten bei. An den Berliner Hochschulen waren im Jahr 2014 insgesamt 2.234 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ausland beschäftigt.

Hervorragende Potenziale bietet Berlin in den Geistes- und Sozialwissenschaften, die auf bestimmte Regionen und Kulturkreise bezogen sind. So gibt es an der Humboldt-Universität ein Zentrum für Großbritannienforschung sowie ein Nordeuropa-Institut, an der Freien Universität ein Zentrum für Frankreich- und Italienforschung sowie das Osteuropa-Institut. Auch in der Nord- und Lateinamerikaforschung wie in der Afrika- und Asienforschung verfügt Berlin über eine Expertise, die wissenschaftlich, kulturell und politisch von besonderem Wert ist. Das wird besonders deutlich durch das vom BMBF bewilligte Projekt Kompetenznetz Lateinamerika – Interdependente Ungleichheiten des Lateinamerika-Instituts der Freien Universität Berlin. Zudem kooperieren die mit Metropolenforschung befassten Berliner Wissenschaftseinrichtungen mit Großstädten in aller Welt.

Ein weiterer Schwerpunkt der Berliner Forschung mit Blick auf die Erschließung anderer Kultur- und Wirtschaftsräume sind die Islamwissenschaften. Das geisteswissenschaftliche Zentrum Moderner Orient (ZMO) erforscht aus einer multidisziplinären und historisch-vergleichenden Perspektive Entwicklungen in muslimisch geprägten Gesellschaften des Nahen Ostens, Afrikas sowie Zentral-, Süd- und Südostasiens.

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