Bremen

Das Wissenschaftssystem in Bremen

Das Wissenschaftssystem des Landes Bremen ist geprägt durch die Universität Bremen und 19 außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, die private Jacobs University Bremen, vier Fachhochschulen, die Hochschule für Künste und die Hochschule für öffentliche Verwaltung.

Die bremischen Hochschulen verfügen über eine große Fächervielfalt und haben ein breites Spektrum an Bachelor- und Masterstudiengängen in den Natur- und Ingenieurwissenschaften, in den Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie in den künstlerischen Fächern eingerichtet. Die Umstellung auf die gestuften Studienstrukturen ist nahezu vollständig vollzogen. Alle Bachelor- und Masterstudiengänge sind akkreditiert.

An den bremischen Hochschulen sind nach den aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes zum Wintersemester 2015/2016 insgesamt 36.231 Studierende immatrikuliert, davon 17.290 Studierende weiblichen Geschlechts (Anteil 47,7 %). Die Zahl der jährlichen Studienanfängerinnen und Studienanfänger ist weiterhin sehr hoch. Bremen beteiligt sich damit aktiv an der Umsetzung des Hochschulpaktes 2020 und leistet einen überproportionalen Beitrag zur Ausbildung von Studierenden.

Zentrales Ziel der Bremer Hochschulen im Bereich von Lehre und Studium ist es, der sehr hohen Zahl von Studierenden ein qualitativ hochwertiges Studium zu ermöglichen, die Qualität der Lehre weiter zu verbessern und den Studienerfolg zu erhöhen. Dabei müssen sich die Hochschulen auf die zunehmende Heterogenität und Vielfalt der Studierendenschaft einstellen, auf unterschiedliche Zugangsvoraussetzungen und divergierende Lern- und Lebenssituationen bei den Studierenden sowie auf die sich daraus ergebenden Anforderungen an die Gestaltung und Organisation der Studienangebote. Ziel der Universität Bremen ist zudem ihre Weiterentwicklung zur international sichtbaren Forschungsuniversität und die Sicherung, Stärkung und Verbreiterung exzellenter wissenschaftlicher Leistungen in Forschung und Lehre.

Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist eine wesentliche Voraussetzung zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Wissenschafts- und Innovationsstandortes Bremen. Die Bremer Hochschulen ergreifen zahlreiche Maßnahmen, um Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen als qualifizierte Fachkräfte im Land zu halten und um „neue Köpfe" ins Land zu holen, damit sie das Potenzial für ihren wissenschaftlichen Nachwuchs gewinnen können.

Ein wichtiges Instrument der Nachwuchsförderung ist die strukturierte Doktorandenausbildung in Form von Graduiertenkollegs, Graduiertenschulen und speziellen Promotionsprogrammen. Die Universität Bremen hat insbesondere in den profilbildenden Schwerpunkten strukturierte Doktorandenprogramme eingerichtet und verfügt aktuell über 16 Graduiertenschulen, darunter zwei im Rahmen der Exzellenzinitiative geförderte Graduiertenschulen, vier DFG-Graduiertenkollegs und zehn weitere drittmittelgeförderte Graduiertenschulen. Diese strukturierten Promotionsprogramme wurden zum Teil auch in Kooperation mit anderen Universitäten und mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen eingerichtet.

Als äußerst erfolgreiches Instrument der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung in der sogenannten Postdoc-Phase hat sich in Bremen das Modell der Juniorprofessur etabliert. Bisher war in der Regel ein kompetitiver Tenure Track vorgesehen, zukünftig soll der Tenure Track ohne Außenkonkurrenz eingeführt werden.

Die weitere Entwicklung des Wissenschaftssystems bis 2020 zielt auf eine noch stärkere Vernetzung von außer- und inneruniversitärer Forschung. Im Mittelpunkt steht dabei die Entwicklung von organisationsübergreifenden Strategien und großen Themenfeldern innerhalb der Wissenschaftsschwerpunkte.

Im Land Bremen sind aktuell zwei Institute der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, drei der Fraunhofer-Gesellschaft, drei der Leibniz- Gemeinschaft, ein Institut der Max-Planck-Gesellschaft sowie die durch die Ländergemeinschaft finanzierte Forschungsstelle Osteuropa angesiedelt. Weiterhin hat sich Bremen als dritter Standort des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) etablieren können.

Das Land Bremen verfügt darüber hinaus über acht ausschließlich von Bremen grundfinanzierte außerhochschulische Forschungseinrichtungen. Diese Forschungseinrichtungen erzielten im Jahr 2014 ein Drittmittelvolumen von rund 30 Mio. Euro bei einer Grundfinanzierungsquote (Anteil der Grundfinanzierung an den Gesamterträgen) von durchschnittlich 23,5 %. Dazu haben u. a. eine nachhaltige Forschungsplanung, eine zielgerichtete Berufung der Institutsleiterinnen und -leiter, der Abschluss jährlicher Zielvereinbarungen und Qualitätssicherungsmaßnahmen, z. B. durch externe Evaluationen, beigetragen.

Die Forschungsinfrastruktur des Landes wird kontinuierlich ausgebaut. Folgende Beispiele verdeutlichen die Ausbauaktivitäten des Landes:

  • Ausbau des Fraunhofer IFAM durch einen Neubau, Einweihung und Bezug im Jahr 2015
  • Aufbau einer Plattform zur permanenten Beobachtung des arktischen Meeresbodens am Alfred-Wegener-Institut mit Beginn im Jahr 2015
  • Beteiligung des Landes am Neubau des Forschungsschiffes POLARSTERN II, das ab 2019 in Betrieb gehen soll
  • Beschaffung der zweiten Generation des Meeresboden-Bohrgerätes MARUM-MeBo am MARUM
  • Aufbau eines Fraunhofer-IWES-Prüfstandes DyNa-Lab zum Test von Windkraftgondeln, in Betrieb seit Oktober 2015
  • Neubau des Fraunhofer MEVIS ab 2016
  • Neubau des DFKI Bremen mit Maritimer Explorationshalle
Kartographische Darstellung der Hochschulen und Forschungseinrichtungen Bremens

Datenbasis: Hochschulen – Hochschulrektorenkonferenz, Stand 01/2016; Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Bundes- und Landeseinrichtungen mit FuE-Aufgaben – Bundesbericht Forschung und Innovation 2016, EB II, Eigenangaben der Einrichtungen. © EuroGeographics bezüglich der Verwaltungsgrenzen. Standortkoordinaten: Geoinformationen © Vermessungsverwaltungen der Bundesländer und infas GEOdaten. © BMBF, Kartographische Darstellung: RISO, DLR Projektträger 2016.

Forschungs- und Technologieförderung

In der Forschung haben die Bremer Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen in vielen Bereichen eine sehr hohe Qualität erreicht. Die hohe wissenschaftliche Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Universität Bremen wird durch die erfolgreiche Teilnahme am Exzellenzwettbewerb des Bundes und der Länder in den Jahren 2007 und 2012 und den Gewinn von zwei Graduiertenschulen und einem Exzellenzcluster in den Meeres- und Sozialwissenschaften und das Zukunftskonzept Ambitioniert und Agil der Universität Bremen dokumentiert.

Die Drittmittelausgaben der Universität Bremen befinden sich nach einer kontinuierlichen Steigerung im vergangenen Jahrzehnt nun auf einem konstant hohen Niveau. Sie betrugen im Jahr 2014 knapp 94 Mio. Euro, das sind etwa 33 % der Gesamtbudgets. Mit einem Anteil von 47 % der Deutschen-Forschungsgemeinschafts-Mittel (DFG) an den Drittmitteln 2014 gehört die Universität Bremen zu den Aufsteigern bei den DFG-Bewilligungen und sichert sich auch damit ihren Platz als erfolgreiche mittelgroße Universität im Bundesgebiet.

An der Universität Bremen sind neben dem Zukunftskonzept u. a. ein Exzellenzcluster, eine Exzellenzgraduiertenschule, zwei nationale und zwei internationale Graduiertenkollegs, ein Sonderforschungsbereich (SFB), ein SFB Transregio und drei Schwerpunktprogramme vertreten.

Zur Steigerung exzellenter Forschung stellt das Wissenschaftsressort in Ergänzung zu universitätsseitig eingesetzten Dispositions- und Wettbewerbsmitteln Sondermittel in Höhe von bis zu 6 Mio. Euro pro Jahr leistungsorientiert auf der Grundlage von Zielvereinbarungen zur Verfügung.

Den programmatischen Rahmen für die Technologieförderung bildet das Innovationsprogramm 2020. Es soll die Wettbewerbsfähigkeit der Region nachhaltig stärken und zukunftsfähige Arbeitsplätze sichern und schaffen. Wichtige Aktivitäten des Programms sind der Ausbau von Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, die Stärkung des Technologietransfers, die Förderung von Existenzgründungen, der Einsatz angepasster Finanzierungsinstrumente sowie die Unterstützung von Cluster- und Netzwerkstrukturen.

Das Land Bremen besitzt mit der Luft- und Raumfahrt, der Windenergie und der maritimen Wirtschaft bzw. Logistik hervorragende Clusterpotenziale mit großer Bedeutung für die Regionalwirtschaft. Zur gezielten Stärkung und Weiterentwicklung dieser Innovationscluster wurde von der bremischen Landesregierung, aufbauend auf dem Innovationsprogramm, die Clusterstrategie 2020 entwickelt. Mit einer fokussierten Innovationspolitik sollen die bereits erzielten Erfolge der vergangenen Jahre noch einmal erhöht werden. Das Land Bremen hat sich zum Ziel gesetzt, mit diesen Clustern eine nationale Führungsposition zu sichern oder auszubauen und dabei internationale Sichtbarkeit zu erreichen.

Darüber hinaus werden im Zuge der Innovationsförderung weitere beschäftigungspolitisch relevante Branchen sowie die Kompetenzfelder Informations- und Umwelttechnologien, Materialwissenschaften, Automatisierung/Robotik und die Kreativwirtschaft bearbeitet. Zu den starken beschäftigungsrelevanten Industriebranchen gehören ferner die Automobil- sowie die Ernährungswirtschaft.

Projektbezogene Technologieförderung und Technologietransfer erfolgen in erster Linie mit den bremischen Förderrichtlinien Förderung der Forschung, Entwicklung und Innovation (FEI), dem Programm zur Förderung Anwendungsnaher Umwelttechniken sowie dem Förderprogramm Angewandte Umweltforschung.

Bei der Projektförderung stellt der Technologietransfer zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen eine wichtige Komponente dar.

Übergeordnete Zielsetzung der FEI-Richtlinie ist es,

  • die Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationstätigkeiten der Unternehmen des Landes mit der Perspektive der Schaffung und Sicherung zukunftsfähiger Arbeitsplätze sowie der Verbesserung ihrer Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit weiter angemessen zu fördern,
  • den Wissens- und Technologietransfer und die Zusammenarbeit der bremischen Unternehmen mit den wissenschaftlichen Einrichtungen des Landes zu intensivieren,
  • die Entwicklung der bremischen Innovationscluster und -felder sowie die Wettbewerbsfähigkeit der Standorte Bremen und Bremerhaven insgesamt zu stärken.

Zentrales Instrument der Richtlinie bleibt die Förderung einzelbetrieblicher Forschungs- und Entwicklungsprojekte (FuE-Vorhaben) sowie von Kooperationsprojekten zwischen Unternehmen und bremischen Forschungseinrichtungen (FuE-Verbundvorhaben).

In Kooperationsprojekten regionaler KMU mit den bremischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen werden die Unternehmen bei der Erhöhung ihrer Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit unterstützt. Von diesen Kooperationen profitieren sowohl die Unternehmen als auch die Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Die Innovationsfähigkeit der Unternehmen wird gesteigert und die Möglichkeiten für die Integration neuester Forschungsergebnisse in die Entwicklung innovativer Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen verbessert.

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Cluster- und Netzwerkförderung

Mit der Clusterstrategie 2020 stehen Maßnahmen zur Stärkung der regionalen Branchen Luft- und Raumfahrt, der Windenergie sowie der maritimen Wirtschaft und Logistik im Vordergrund. Die Clustermanagementstrukturen werden weiter kontinuierlich professionalisiert, damit durch effektive Netzwerkaktivitäten die regionalen Partnerschaften zwischen einzelnen Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen sowie deren regionale bis internationale Vernetzung gestärkt werden.

Die Cluster- und Netzwerkaktivitäten des Landes Bremen strahlen auf Norddeutschland sowie die Nordwest-Region aus und schließen die Metropolregion Bremen-Oldenburg ein. Das gilt für die Netzwerke zur Windenergie (WAB Windenergie Agentur e. V.), zur Automobilindustrie (Automotive Nordwest e. V.), für die Luft- und Raumfahrt (AVIABELT Bremen e. V.) und zur Gesundheitswirtschaft (Gesundheitswirtschaft Nordwest e. V.).

Die Innovationspolitik des Landes Bremen orientiert sich an dem strategischen Rahmen der EU-Kommission für intelligentes, nachhaltiges und integriertes Wachstum Europa 2020. Entsprechend soll durch eine Verstärkung der vorhandenen regionalen und überregionalen Standortvorteile und Innovationspotenziale eine deutliche nationale und internationale Wahrnehmung des Standortes Bremen/Bremerhaven erreicht werden.

Ein wesentlicher Ansatz ist in diesem Zusammenhang die Regionale intelligente SpezialisierungRIS3 (Smart Specialisation Strategy) im Sinne einer Konzentration der Aktivitäten der Länder und Regionen auf regionale Schlüsselprioritäten und Herausforderungen für eine wissensbasierte Regionalentwicklung. Dies beinhaltet u. a. einen unternehmensgetriebenen Strategieansatz, die Unterstützung von branchenübergreifenden Aktivitäten, die Fokussierung auf neue Märkte im Rahmen einer Internationalisierungsstrategie sowie die Vermeidung von Doppelförderungen.

Das Innovationsprogramm 2020 und die daraus abgeleitete Clusterstrategie 2020 für nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung sind die bisherigen Antworten auf diese europapolitischen Rahmensetzungen und bilden derzeit den programmatischen Rahmen für die Innovations- und Clusterpolitik des Landes Bremen. Sie bilden somit den Kern der o. g. bremischen Strategie zur Regionalen intelligenten Spezialisierung.

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Technologietransfer und Gründungsförderung

Die Hochschulen des Landes Bremen verfolgen den Wissens- und Technologietransfer auf der Basis ihrer eigenen Profile und ihrer impliziten bzw. explizit veröffentlichten Transferstrategien. Praxisorientierte Lehre in all ihren Facetten trägt dabei in besonderem Maße dazu bei, dass gut auf den Arbeitsmarkt vorbereitete Absolventinnen und Absolventen oftmals regional ihre erste Anstellung finden und damit in hervorragender Weise den Transferkanal „über Köpfe" ausfüllen.

Ferner haben die Hochschulen in den vergangenen Jahren ihre Kooperationsbemühungen weiterentwickelt. An der Universität Bremen wird dazu seit dem Jahr 2014 die Uni Bremen Campus GmbH mit dem Ziel betrieben, wissenschaftsnahe Dienstleistungen kompetent und ohne Bürokratieverluste zu erbringen. Dieses neue Instrument erfreut sich eines intensiven Zuspruchs und kann sich auf diese Weise selbst refinanzieren.

Im Bereich der Gründungsförderung kooperieren die öffentlichen Hochschulen im Land Bremen und die Bremer Aufbaubank GmbH (BAB) im Rahmen des BRIDGE-Verbunds. Ein Team aus hochqualifizierten Beratern verhilft Gründungswilligen aus den Hochschulen durch Fördermittelakquise, Beratung und Coaching zu möglichst bestandsfähigen Gründungen. Bundesweit stellt dabei der von BRIDGE organisierte CAMPUSiDEEN-Wettbewerb ein einmaliges Merkmal dar. Hierbei handelt es sich um den am längsten durchgeführten Gründungswettbewerb an deutschen Hochschulen.

All diese Aktivitäten führten in den vergangenen Jahren zu einem konstanten Anstieg der Gründungszahlen von Start-ups mit Hochschulhintergrund. Diese Gründungen gelten aufgrund ihrer Wissensbasierung als sehr wachstumsstark und wertschöpfungsintensiv und stellen insofern einen weiteren wichtigen Transferkanal des Wissens aus Hochschulen dar.

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Internationale Zusammenarbeit (einschließlich EU)

Die Internationalisierung von Wissenschaft nimmt an den bremischen Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen einen hohen Stellenwert ein, denn die internationale Zusammenarbeit ist für eine erfolgreiche Wissenschaft und Forschung unverzichtbar. Die Hochschulen und Forschungseinrichtungen des Landes kooperieren mit zahlreichen Partnern weltweit. Alle Hochschulen haben Internationalisierungsstrategien entwickelt oder sind dabei, sie zu entwickeln. Ziel ist es, die im Laufe der Zeit entstandenen vielfältigen Kooperationen in Forschung und Lehre stärker zu profilieren und strategisch zu bündeln.

An den Bremer Hochschulen betrug der Anteil der ausländischen Studienanfänger an allen Studienanfängern im Jahr 2014 insgesamt 24,2 %, bezogen auf die Gesamtzahl der Studierenden betrug der Anteil der Ausländerinnen und Ausländer 14,4 %. Beim wissenschaftlichen Personal lag der entsprechende Anteil im gleichen Jahr bei 11,6 %. An fast allen Hochschulen werden International Offices und Willkommenszentren aufgebaut. Die Anzahl internationaler Studiengänge und das Angebot englischsprachiger Lehrveranstaltungen ist deutlich erhöht worden. Mit Einführung der Bachelor- und Masterstudienstrukturen sind zunehmend Mobilitätsfenster eingerichtet worden, die einen Auslandsaufenthalt oder ein Auslandsstudium erleichtern.

Die von den bremischen Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen aus dem 7. Forschungsrahmenprogramm (7. FRP, Laufzeit 2007–2013) akquirierten Projektmittel betrugen rund 165 Mio. Euro. Besondere Forschungsexzellenz zeigte sich auch an den von Bremer Wissenschaftseinrichtungen im 7. FRP koordinierten 59 EU-Projekten. In dem seit 2014 nachfolgenden Rahmenprogramm Forschung und Innovation Horizont 2020 der EU zeichnet sich eine ähnlich gute Entwicklung ab: 25,5 Mio. Euro Drittmittel wurden bisher (Stand: Juli 2015) von bremischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eingeworben.

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