Hamburg

Das Wissenschaftssystem in Hamburg

Das Wissenschaftssystem in Hamburg ist in den letzten Jahren durch eine besondere Dynamik gekennzeichnet, die sich weiter fortsetzen wird, z. B. im MINT-Bereich der Hochschulen. Im Folgenden werden die Forschungsschwerpunkte in Hamburg vorgestellt.

Naturwissenschaftliche Strukturforschung auf dem Forschungscampus Bahrenfeld

Auf dem Forschungscampus besteht ein weltweit einzigartiges Strukturforschungszentrum in Kooperation zahlreicher universitärer und außeruniversitärer Partner. Auf der Basis einer langjährigen Zusammenarbeit der Universität Hamburg mit dem Deutschen Elektronen Synchrotron DESY bietet der Standort Forschungsinfrastrukturen mit einem einzigartig breiten Spektrum an Lichtquellen, die in ihrer Kombination weltweit führend sind. Während die Freie-Elektronen-Laser FLASH/FLASH II hochintensive ultrakurze Lichtblitze im vakuumultravioletten Bereich sowie im weichen Röntgenbereich liefern, ist PETRA III die derzeit brillanteste Speicherring-Röntgenstrahlungsquelle weltweit. Ab 2017 wird auch der europäische Freie-Elektronen-Laser EU XFEL für wissenschaftliche Experimente zur Verfügung stehen.

Das 2012 gegründete Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) erforscht dynamische Phänomene in Materie auf elektronischer, atomarer und molekularer Ebene. Für die räumliche Unterbringung dieses neuen Instituts stellt die Stadt 37 Mio. Euro zur Verfügung. Das MPSD ist aus dem Center for Free-Electron Laser Science (CFEL) hervorgegangen, welches im Rahmen einer Kooperation von DESY, der Max-Planck-Gesellschaft und der Universität Hamburg die neuen Möglichkeiten der Strahlquellen für die Erforschung struktureller Änderungen von Atomen, Molekülen, kondensierter Materie, Schmelzen und biologischer Systeme erforscht. Für die Unterbringung des CFEL wurde ein 50 Mio. Euro teurer Neubau auf dem Forschungscampus errichtet.

Im Zentrum für Struktur- und Systembiologie (CSSB) werden die hochaktuellen Forschungsfelder Strukturbiologie und Systembiologie mit Fokus auf die Infektionskrankheiten gebündelt und die Großgeräte am DESY gezielt für die Lebenswissenschaften genutzt. Dabei stellt die Kombination der Disziplinen Physik, Chemie, Biologie und Medizin sowie die geplante Zusammenarbeit von Helmholtz- und Leibniz-Einrichtungen, von Hochschulen und Universitätskliniken aus dem norddeutschen Raum ein Alleinstellungsmerkmal für die biomedizinische Grundlagenforschung dar. Der 52 Mio. Euro teure Forschungsbau wird gemeinsam vom Bund sowie den Ländern Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein getragen.

Eingebettet in die Forschungslandschaft auf dem Campus ist auch das neue Center for Hybrid Nanostructures (CHYN) mit seinem Forschungsneubau für ca. 60 Mio. Euro.

Im Jahr 2012 war die Universität Hamburg mit dem DESY und weiteren Partnern mit dem „Hamburg Center for Ultrafast Imaging (CUI)" in der Exzellenzinitiative erfolgreich. Hinzugekommen sind der EU XFEL und das MPSD. Die im CUI vereinten Partner in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, den o. g. neu gegründeten Forschungseinrichtungen und den neuartigen Forschungsinfrastrukturen sind hervorragend aufgestellt für die Nachfolge der Exzellenzinitiative nach 2017.

Klimaforschung am KlimaCampus Hamburg

Die Universität Hamburg, das Max-Planck-Institut für Meteorologie, das Deutsche Klimarechenzentrum (DKRZ) und das Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) arbeiten in einem zukunftsweisenden Verbund der Klimaforschung, in dem der Exzellenzcluster Integrated Climate System Analysis and Prediction – CliSAP eine zentrale Rolle spielt. Weitere wissenschaftliche
Kompetenzen in der Klima-, Klimafolgen- und Klimaanpassungsforschung gibt es an der HafenCity Universität Hamburg, der Technischen Universität Hamburg-Hamburg, dem Climate Service Center Germany (GERICS) und in Bundesinstitutionen wie dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, dem Seewetteramt des Deutschen Wetterdienstes und der Bundesanstalt für Wasserbau. Diese Einrichtungen haben ihre Kompetenzen als gleichberechtigte Partner im Netzwerk KlimaCampus Hamburg gebündelt.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb des Exzellenzclusters CliSAP hat zur Gründung zweier neuer Forschungszentren an der Universität Hamburg geführt: dem „Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit" und dem „Centrum für Globalisierung und Governance".

In den Ausbau des KlimaCampus Hamburg fließen umfangreiche Fördermittel, so wird z. B. der Exzellenzcluster CliSAP durch die Exzellenzinitiative bis Ende 2017 mit 24,5 Mio. Euro gefördert, und Hamburg hat bis zum Jahr 2022 weitere 19 Mio. Euro in Aussicht gestellt, um dem Cluster eine langfristige Perspektive zu bieten. Am Deutschen Klimarechenzentrum wurde 2015 die erste Ausbaustufe für einen neuen Hochleistungsrechner in Betrieb genommen, der Rechner wird gemeinsam vom Bund und mehreren Ländern finanziert. Um der Klimaforschung auch baulich Rahmenbedingungen auf Spitzenniveau zur Verfügung zu stellen, entsteht derzeit ein neuer Gebäudekomplex mit über 21.000 m² Nutzfläche für die Klimaforschung und die Geowissenschaften der Universität Hamburg.

Medizin auf dem Campus Eppendorf – Spitzenstandort in Lehre und Forschung

Ein weiterer Schwerpunkt der Wissenschaftspolitik in Hamburg ist die Weiterentwicklung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) als Spitzenstandort der Hochschulmedizin in Deutschland. Die strategische Entwicklung des UKE wird schrittweise in Forschung, Lehre und Klinikum umgesetzt. Als Kernstück der baulichen Entwicklung wurde für 194 Mio. Euro ein neues Klinikum errichtet und 52 Mio. Euro für einen neuen Campus Forschung und einen Campus Lehre investiert. Ergänzt wurden und werden diese baulichen Maßnahmen durch den Neubau der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie für 18 Mio. Euro und den Bau der neuen Kinderklinik für ca. 70 Mio. Euro. Mit der Inbetriebnahme der Kinderklinik ist geplant, ein Kompetenzzentrum für eine kind- und jugendgerechte Krankenversorgung auf Universitätsniveau schaffen.

Das Universitätsklinikum hat seine Forschungsinhalte und Ziele fokussiert und strukturiert, wofür fünf Forschungszentren stehen. Aktuell ist es dem UKE gelungen, zwei Sonderforschungsbereiche einzuwerben, die bis 2019 gefördert werden: den SFB Immunvermittelte glomeruläre Erkrankungen und den SFB Multi-Site Communication in the Brain.

Ein wichtiger Schritt gelang dem UKE, dem Bernhard-Nocht-Institut und dem Heinrich-Pette-Institut mit der Teilnahme am Deutschen Zentrum für Infektionsforschung. Dort konnten Fördermittel in Höhe von ca. 8 Mio. Euro für die transnationale Forschung eingeworben werden. Darüber hinaus ist das UKE mit einem Projektvolumen von 3,4 Mio. Euro auch am Aufbau des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie an der Langzeit-Bevölkerungsstudie „Nationale Kohorte" beteiligt. Die 2015 gestartete Hamburg City Health Study ist mit 45.000 Hamburgerinnen und Hamburgern die größte lokale Gesundheitsstudie der Welt und findet auf Initiative des UKE statt.

Geisteswissenschaften auf dem Campus Eimsbüttel

Die Geisteswissenschaften sind eine Stärke der Universität Hamburg in Forschung und Lehre. Dazu zählt beispielhaft der von 2011 bis 2019 geförderte Sonderforschungsbereich Manuskriptkulturen in Asien, Afrika und Europa, ein erfolgreicher fächerübergreifender Verbund, in dem elf asiatische, afrikanische und europäische Philologien, Kunstgeschichte und Historische Musikwissenschaft, Informatik und Materialwissenschaft gemeinsam zur Vielfalt der Manuskriptkulturen in historischer und vergleichender Perspektive forschen.

Eine Besonderheit ist auch die Vielfalt an sogenannten kleinen Fächern an der Universität Hamburg. Mit 58 kleinen Fächern und 89 Professuren zählt die Universität Hamburg neben der LMU München und der FU Berlin zu den Universitäten mit den meisten kleinen Fächern in Deutschland.

Mit dem German Institute of Global and Area Studies, dem Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg und dem interdisziplinären Carl Friedrich von Weizsäcker-Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung gibt es darüber hinaus international anerkannte Kompetenzen in der Regionalforschung, Globalisierungsforschung, Rüstungskontrolle sowie Friedens- und Sicherheitsforschung, welche einen engen Verbund aus universitärer und außeruniversitärer Forschung bilden. Ergänzt werden diese durch die Landesinstitute Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg und Institut für die Geschichte der deutschen Juden.

Bereits 2010 wurde an der Universität Hamburg die Akademie der Weltreligionen gegründet, die sich mit theologischen Ansätzen der Religionen unter Schwerpunktsetzung auf Islam, Judentum, Buddhismus und Alevitentum beschäftigt und eine Stätte des interreligiösen Dialogs ist.

Die Fraunhofer-Strategie der FHH

Einen weiteren wichtigen Meilenstein in der Wissenschaftspolitik und Technologieförderung stellen der Beitritt Hamburgs zur Fraunhofer-Gesellschaft zum 1. Januar 2015 und die Etablierung von mehreren eigenständigen Einrichtungen dar.

Das „Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen" an der Technischen Universität Hamburg-Harburg soll sukzessive zu einem eigenständigen Fraunhofer-Institut ausgebaut werden. Der „European ScreeningPort" ist seit 2014 Teil des Fraunhofer-Instituts für Molekularbiologie und Ökologie Aachen und stellt eine leistungsfähige Transfereinrichtung im Bereich der biotechnologischen und pharmazeutischen Wirkstoffforschung dar. Um die Kompetenz in den erneuerbaren Energien weiter auszubauen, wurde als dritte Fraunhofer-Einrichtung das Anwendungszentrum „Leistungselektronik für Regenerative Energiesysteme" an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg aufgebaut.

Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH) plant, die Fraunhofer-Aktivitäten am Standort weiter auszubauen, zu den möglichen Themen gehören auch das innovative Konzept des 3-D-Drucks und die Nanotechnologie.

Kartographische Darstellung der Hochschulen und Forschungseinrichtungen Hamburgs

Datenbasis: Hochschulen – Hochschulrektorenkonferenz, Stand 01/2016; Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Bundes- und Landeseinrichtungen mit FuE-Aufgaben – Bundesbericht Forschung und Innovation 2016, EB II, Eigenangaben der Einrichtungen. © EuroGeographics bezüglich der Verwaltungsgrenzen. Bezirksgrenzen: Wikimedia Commons-User TUBS (CC-BY-SA 3.0 http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/). Standortkoordinaten: Geoinformationen © Vermessungsverwaltungen der Bundesländer und infas GEOdaten. © BMBF, Kartographische Darstellung: RISO, DLR Projektträger 2016.

Innovationspolitik mit Technologie-, Gründer- und Netzwerkförderung in Hamburg

Die Innovationspolitik des Senats stützt sich auf die gemeinsam von der Hamburger Politik mit Wirtschaft und Wissenschaft betriebene InnovationsAllianz für Hamburg. Ziel dieser Initiative ist es, die Rahmenbedingungen für Innovationen zu verbessern und Hamburg mit seiner Metropolregion bis zum Jahr 2020 zu einer der führenden Innovationsregionen in Europa zu entwickeln. Die Regionale Innovationsstrategie 2020 Hamburgs wird in der Allianz gemeinsam mit den Innovationsakteuren entwickelt, ausgerichtet und umgesetzt.

Schwerpunkte sind u. a. die Entwicklung des Innovationsstandortes Hamburg in den fünf strategischen Ansatzpunkten Vermarktung – InnovationsKlima, Bildung, Vernetzung – Transfer, Infrastruktur und Innovationsfördersystem.

Die Basis der Strategie bilden die Hamburger Cluster in den Bereichen Life Sciences, Logistik, Luftfahrt, Medien & IT, erneuerbare Energien, Gesundheitswirtschaft, Kreativwirtschaft, maritime Wirtschaft sowie Finanzwirtschaft, die innerhalb der InnovationsAllianz als strategische Spezialisierungsfelder im Sinne einer Smart Specialisation Strategy agieren.

Ein besonderer Erfolg Hamburgs ist die gelungene Bewerbung auf eine Ausschreibung der Europäischen Kommission zur Auswahl von sechs Modellregionen für moderne Clusterpolitik. Das Ziel Hamburgs ist die systematische Entwicklung von Clusterbrücken (Cross-Clustering). Damit soll das Innovations- und Wertschöpfungspotenzial in den Überschneidungsfeldern zwischen den Clustern zukünftig besser erschlossen werden.

Zur Schaffung und Förderung von Technologiezentren ist unter dem Dach der InnovationsAllianz Hamburg eine Initiative gegründet worden, die in Hamburg sukzessive ein Netz von Forschungs- und Innovations-Parks (F&I-Parks) zu ausgesuchten Themenschwerpunkten etablieren soll. Bei F&I-Parks handelt es sich um Einrichtungen und Gewerbeflächen für den Technologie- bzw. Wissenstransfer, in denen Wirtschaft und Wissenschaft anwendungsorientiert forschen und entwickeln. Aktuelle Beispiele sind das Technologiezentrum EnergieCampus Bergedorf, das Innovationszentrum (Inkubator) Bahrenfeld und der InnovationsCampus for Green Technologies Harburg.

Zur Gründungsförderung soll eine Gründungsplattform geschaffen werden, mit der neue Impulse für wissensbasierte Gründungen aus dem Umfeld von Hochschulen bzw. von Spin-off-Gründungen erreicht werden sollen. Dazu ist auf Basis vorhandener Strukturen ein Unterstützungskonzept zu entwickeln, das unterschiedliche gründungsrelevante Themenfelder wie z. B. unternehmerische Motivation, Technologie- und Ideen-Scouting, Vernetzung und Finanzierungsmöglichkeiten aufgreift.

Folgende weitere Maßnahmen zur Innovationsförderung wurden aufgelegt:

  • Am 1. August 2013 wurde die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) als zentrales Förderinstitut der FHH gegründet. Ziel der IFB Hamburg ist es unter anderem, das wirtschaftsfreundliche Umfeld Hamburgs weiter zu stärken sowie etablierte und neue Unternehmen langfristig von der Hansestadt als zentralem Innovations- und Wirtschaftsstandort zu überzeugen und zu fördern.
  • Das Programm für Innovation (PROFI) der IFB fördert Vorhaben der industriellen Forschung und der experimentellen Entwicklung mit bis zu 500.000 Euro pro Projekt. Durch die Förderung sollen die Unternehmen mehr und schneller wirtschaftliche Produkt- und Prozessinnovationen entwickeln und die FuE-Netzwerke zwischen Unternehmen untereinander sowie zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen gestärkt werden.
  • Der Innovationsstarter Fonds Hamburg ist ein Beteiligungsfonds, der jungen, innovativen und kapitalintensiven Unternehmen in der Gründungsfrühphase eine Förderung von bis zu 1 Mio. Euro je Beteiligung ermöglicht. Ziel des Fonds ist es, aussichtsreichen innovativen Unternehmen das in der Frühphase dringend benötigte Eigenkapital zur Verfügung zu stellen.
  • Als Ergänzung zum Beteiligungsfonds wurde 2013 das Förderprogramm InnoRampUp aufgelegt. Gefördert werden innovative Existenzgründungen und junge Unternehmen in der Pre-Seed- und Seed-Phase mit bis zu 150.000 Euro pro Vorhaben.
  • Die Innovations Kontakt Stelle (IKS) Hamburg ist das erste Vorhaben, das auf Basis der Leitlinien der InnovationsAllianz umgesetzt worden ist. Diese Einrichtung sorgt dafür, dass Hamburger Unternehmen Zugang zu Hochschulen und Wissenschaft haben. Dazu kooperiert die IKS eng mit den weiteren Hamburger Transfereinrichtungen.
weiterlesen

Internationale Zusammenarbeit (einschließlich EU)

International ausgerichtete Einrichtungen und der systematische Ausbau internationaler Wissenschaftskooperationen sind für Hamburg ein wichtiges strategisches Ziel. Im breiten Spektrum der internationalen Zusammenarbeit lassen sich in Hamburg zwei Schwerpunkte nennen:

  • der regional fokussierte Ausbau und die Intensivierung der Kooperation zwischen Hamburg, Norddeutschland und Nordeuropa, mit Schwerpunkt auf der Ostsee-Region
  • die internationale Kooperation auf Basis der in Hamburg vorhandenen einzigartigen Forschungsinfrastruktur, die eine wesentliche Grundlage für bestehende und zukünftige regionale und internationale Forschungsverbünde bietet

Der Ostseeraum ist heute eine der wettbewerbsstärksten Wissensregionen der Welt mit einer exzellenten Hochschul- und Forschungsinfrastruktur in unmittelbarer geografischer Nähe zur Metropolregion Hamburg. Durch die Fehmarnbelt-Querung wird der Ostseeraum im nächsten Jahrzehnt verstärkt zusammenwachsen.

Diesen Standortvorteil hat Hamburg genutzt und als Leadpartner das INTERREG-Projekt Baltic Science Network mit einer Laufzeit von drei Jahren und einem Fördervolumen in Höhe von 3 Mio. Euro initiiert und eingeworben. An diesem wissenschaftspolitischen Netzwerk sind mehr als 20 Partner beteiligt: Wissenschaftsministerien der EU-Ostseeanrainerstaaten (Deutschland mit Hamburg und Schleswig-Holstein, Dänemark, Estland, Lettland, Litauen, Schweden, Finnland und Polen), weitere wissenschaftspolitisch relevante Organisationen sowie der Ostseerat.

Ziel des Netzwerkes ist es, durch eine bessere Abstimmung von Forschungs- und Innovationsstrategien im Ostseeraum die transnationale Zusammenarbeit im Wissenschaftsbereich zu intensivieren.

In der Forschungsinfrastruktur ist der European XFEL (X-Ray Free-Electron Laser) das derzeit größte in Bau befindliche europäische Forschungsinfrastrukturvorhaben der ESFRI-Liste, das 2017 in den Nutzerbetrieb gehen soll. An dem Projekt mit Kosten von über 1 Mrd. Euro sind derzeit Gesellschafter aus elf Ländern beteiligt. Bereits jetzt steht der Wissenschaft in Nordeuropa an den Standorten Hamburg, Berlin und Lund mit BER II, PETRA III, BESSY, FLASH und MaxLab I–III eine weltweit einzigartige Kombination an Großforschungsinfrastrukturen für die Forschung mit Photonen- und Synchrotronstrahlung zur Verfügung.

In Lund entsteht mit dem MaxLab IV eine weitere hochmoderne Photonenquelle und am Standort wertvolle transregionale wissenschaftliche Kooperationen.

weiterlesen