Innovativer Mittelstand

Kleine und mittlere Unternehmen haben häufig das Problem, eigene Forschungsvorhaben zu finanzieren, und werden dadurch in ihrem Engagement für die Entwicklung neuer Produkte und effizienterer Prozesse gebremst. Durch die Zusammenarbeit in Netzwerken und im Verbund mit Forschungseinrichtungen wird angestrebt, gemeinsame Kapazitäten für Forschung und Entwicklung zu schaffen.

Der Mittelstand ist die Triebfeder einer dynamischen Wirtschaftsentwicklung in Deutschland. Die Steigerung der Innovationskraft der mittelständischen Wirtschaft ist daher ein wesentliches Ziel der Bundesregierung. Die Innovationsförderung für den Mittelstand setzt sowohl auf technologiespezifische als auch auf technologieoffene Förderangebote. Die technologieoffene Förderung bietet transparent, leicht zugänglich und unkompliziert die Chance, neue Ideen oder unkonventionelle Lösungen rasch in marktfähige Produkte oder Dienstleistungen umzusetzen. Durch ein breites Spektrum an Maßnahmen werden KMU sowohl in der Entwicklung tragfähiger Finanzierungs- und Kooperationskonzepte als auch mit themenspezifischen sowie allgemeinen, Orientierung gebenden Beratungs- und Informationsangeboten unterstützt.

Auch auf europäischer Ebene werden KMU durch gezielte Förderangebote angesprochen. Horizont 2020 unterstützt in seinem zweiten Teil – Führende Rolle der Industrie – mit dem Förderprogramm Innovation in KMU ausschließlich KMU bei Projekten und ihrer Entwicklung zur Marktreife. Das KMU-Forschungsförderprogramm EUROSTARS fördert grenzüberschreitende Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, die von forschungstreibenden KMU koordiniert werden. EUROSTARS ergänzt den KMU-Schwerpunkt in Horizont 2020 und setzt dabei sehr viel früher im Innovationszyklus an (siehe auch V 2 Deutschlands Rolle in Europa).

Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand

Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des BMWi wendet sich als technologie- und branchenoffenes Förderprogramm an mittelständische Unternehmen und kooperierende Forschungseinrichtungen. Ziel des seit 2008 bestehenden Programms ist die nachhaltige Förderung der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen einschließlich des Handwerks und der unternehmerisch tätigen freien Berufe. Über ZIM werden Forschungs- und Entwicklungsprojekte bezuschusst, die einen hohen Innovationsgehalt und gute Marktverwertungschancen aufweisen. In jedem Jahr werden Erfolgsbeispiele mit der ZIM-Auszeichnung für herausragende wirtschaftliche Ergebnisse hervorgehoben (siehe auch Infobox Kostengünstiges mobiles Sandstrahlsystem – ZIM-Einzelprojekt des Jahres 2015).

Seit Bestehen des ZIM haben rund 13.900 Unternehmen und 1.700 Forschungseinrichtungen von der Förderung profitiert. Insgesamt wurden 8,7 Mrd. Euro – davon 4,4 Mrd. Euro an Fördermitteln – zusätzlich in marktorientierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte investiert. Von den geförderten Unternehmen waren 75 % kleine Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten. Aufgrund der positiven Evaluierungsergebnisse von ZIM in den letzten Jahren und eines ausgeschöpften Fördervolumens erhöhte das BMWi das Förderbudget im Jahr 2015 um 30 Mio. auf 543 Mio. Euro.

ZIM bietet verschiedene Optionen für eine passgenaue Förderung:

  • Forschung und Entwicklung können entweder im Betrieb mit eigenem Personal durchgeführt werden (ZIM-Einzelprojekte) oder
  • in Kooperation mit anderen KMU oder Forschungseinrichtungen wie z. B. Universitäten oder Fraunhofer-Instituten (ZIM-Kooperationsprojekte).
  • Darüber hinaus werden die Entwicklung und das Management von innovativen Netzwerken gefördert (ZIM-Kooperationsnetzwerke).
  • In jeder der drei Förderlinien können, begleitend zum bewilligten Projekt, auch Zuschüsse für Innovationsberatungsdienste und innovationsunterstützende Dienstleistungen beantragt werden, die die Markteinführung der Projektergebnisse unterstützten können.

ZIM-Kooperationsprojekte können auch mit ausländischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen durchgeführt werden. Um die Zusammenarbeit mit internationalen Kooperationspartnern zu erleichtern, hat das BMWi mit verschiedenen Ländern Vereinbarungen zur gegenseitigen Öffnung der Förderprogramme getroffen. Die Projektpartner werden nach den Förderrichtlinien des jeweiligen Landes unterstützt – vielfach in enger Zusammenarbeit mit den entsprechenden ausländischen Behörden. Die beteiligten deutschen Unternehmen werden nach ZIM-Richtlinie gefördert, sie können aber einen um bis zu 10 % erhöhten Fördersatz erhalten. Länderspezifische Ausschreibungen erfolgten 2015 u. a. für bilaterale Kooperationen mit Israel, Frankreich, Finnland und Brasilien.

Kostengünstiges mobiles Sandstrahlsystem – ZIM-Einzelprojekt des Jahres 2015

Sandstrahltechnik zur Oberflächenvor- und -endbehandlung vielfältigster Materialien wird sowohl stationär als auch mobil eingesetzt. Stationäre Strahlhallen sind fest installiert und investitionsintensiv. Die Alternative, der Einsatz mobiler Druckstrahlgeräte, war bisher mit technischen und betriebswirtschaftlichen Nachteilen verbunden, da sie ohne Strahlmittelrückgewinnung und -aufbereitung arbeiten.

Ziel des ZIM-Einzelprojekts war die Entwicklung eines mobilen Sandstrahlsystems, das die Vorteile stationärer Strahlhallen und mobiler Strahlanlagen in einer Anlage zusammenführt. Dem Elf-Personen-Unternehmen KLEFLER Strahltechnik aus Gera ist es gelungen, mit seinem innovativen System den Strahlmittelverbrauch und die Investitionskosten zu senken sowie die Einhaltung des Grenzwerts für den Reststaubgehalt in der Abluft sicherzustellen. Zielkunden für die mobile Sandstrahlkabine sind vor allem Zulieferer der Automobilindustrie, Kfz- und Karosseriewerkstätten, Lackierer, Unternehmen der Medizintechnik, Maschinenbauunternehmen, Lohnstrahler und Hersteller von Betonfertigteilen.

Am 11. Juni 2015 wurden auf dem Innovationstag Mittelstand des BMWi die Erfolge der mobilen Strahlkabine als „ZIM-Einzelprojekt des Jahres" mit einer Urkunde gewürdigt.

Mit der 2015 überarbeiteten Förderrichtlinie wurde ZIM weiter optimiert und bis 2019 verlängert. Zu den zentralen Neuerungen gehört die Erhöhung der förderfähigen Kosten auf bis zu 380.000 Euro für Unternehmen und 190.000 Euro für Forschungseinrichtungen. Darüber hinaus ist der Kreis der Antragsberechtigten ausgeweitet und die Förderkonditionen für Forschungseinrichtungen verbessert worden. Neben der Vereinfachung von Antrags- und Genehmigungsverfahren wurden zudem die Förderquoten für mittlere Unternehmen zwischen West- und Ostdeutschland angeglichen. Die Verdopplung des Bonus für grenzüberschreitende FuE-Projekte setzt höhere Anreize zur internationalen Zusammenarbeit und Vernetzung. Eine Evaluierung der neuen Förderphase ist geplant.

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KMU-innovativ

Die BMBF-Förderinitiative KMU-innovativ ermög-licht kleinen und mittleren Unternehmen seit 2007 den Einstieg in die anspruchsvolle Forschungsförderung der Fachprogramme und binden sie damit in die jeweilige Spitzenforschungsgemeinschaft ein. Die durch KMU-innovativ geförderten Unternehmen sind sehr forschungsstark, überdurchschnittlich jung und dynamisch. Gleichzeitig erreicht die Maßnahme weiterhin in hohem Maße Förderneulinge. Auch bei den jüngsten Bewertungsterminen hatten fast die Hälfte der skizzeneinreichenden KMU bisher noch keine BMBF-Förderung erhalten. Gefördert werden besonders risikoreiche Vorhaben der Spitzenforschung in wichtigen Zukunftsfeldern. Ein zentraler Lotsendienst unterstützt die KMU in allen Antragsfragen, und kurze Bearbeitungsfristen geben Planungssicherheit.

Die Initiative schließt damit die Lücke zwischen stark anwendungsnahen, breitenwirksamen Maßnahmen und der Beteiligung an den sehr anspruchsvollen Verbundvorhaben der Fachprogramme. Die Förderung erfolgt themenoffen innerhalb der folgenden Technologiefelder:

  • Biotechnologie
  • Medizintechnik
  • Informations- und Kommunikationstechnologien
  • Elektroniksysteme und Elektromobilität
  • Materialforschung
  • Photonik
  • Produktionstechnologie
  • Technologien für Ressourceneffizienz und Klimaschutz
  • Ressourceneffizienz und Klimaschutz
  • Forschung für die zivile Sicherheit

Die bisher bewilligte Fördersumme beträgt über 800 Mio. Euro für mehr als 1.250 Einzel- und Verbundvorhaben unter Beteiligung von etwa 2.000 kleinen und mittelständischen Unternehmen. Damit steht die Förderinitiative KMU-innovativ für etwa ein Viertel der jährlichen KMU-Förderung des BMBF.

Die Programmevaluierung hat gezeigt, dass das Instrument breit über Deutschland verteilt genutzt wird und auf einen spezifischen Bedarf bei jenen KMU trifft, die technologisch anspruchsvolle und risikoträchtige Spitzenforschung betreiben wollen. Die Förderung durch KMU-innovativ führte zu einer signifikanten Steigerung der Forschungs- und Entwicklungsausgaben der geförderten Unternehmen. Je Euro an Fördermitteln wurden zusätzliche FuE-Ausgaben der KMU von 1,50 Euro ausgelöst. Zudem befasst sich der Großteil der in KMU-innovativ geförderten Unternehmen durch das geförderte Projekt mit Technologien bzw. technologischen Fragestellungen, die für sie neu sind. Damit unterstützt KMU-innovativ effektiv den Einstieg in neue Technologie- und Anwendungsbereiche.

Ticketautomaten schützen Klima

Im Jahr 2008 waren allein in Deutschland etwa zwei Millionen Dienstleistungsautomaten installiert. Der Energieverbrauch dieser Automaten betrug zu diesem Zeitpunkt ca. 1,6 GWh pro Jahr, was einem CO2-Ausstoß von ca. 1 Mio. Tonnen und Energiekosten von etwa 160 Mio. Euro entspricht. Im Rahmen der Förderinitiative KMU-innovativ des BMBF entwickelte die ICA Traffic GmbH Ticketautomaten mit erheblich reduziertem Stromverbrauch. Durch ein innovatives Energiemanagement werden alle Prozesse im Automaten überwacht und reguliert. Die ICA-Ticketautomaten haben damit einen um 50 % geringeren Energieverbrauch gegenüber vergleichbaren Geräten, ohne Einschränkungen bei Leistung und Servicefreundlichkeit. Dadurch spart der Automat nicht nur Energiekosten über seine gesamte Lebenszeit, sondern trägt gleichzeitig dazu bei, den umweltschädlichen CO2-Ausstoß zu verringern. Hierbei können bis zu 1,9 Tonnen CO2 pro Automat/Jahr eingespart werden. Seit 2011 konnte die Praxistauglichkeit im Feld erfolgreich nachgewiesen werden. Heute kommen ICA-Ticketautomaten bereits in ganz Deutschland an Bahnhöfen und Haltepunkten zum Einsatz.

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ERP-Innovationsprogramm und KfW-Unternehmerkredit Plus

Das technologieoffene ERP-Innovationsprogramm ermöglicht die langfristige Finanzierung marktnaher Forschung zur Entwicklung innovativer Produkte, Produktionsverfahren und Dienstleistungen. Aus diesem Programm können mittelständische Unternehmen, Freiberuflerinnen und Freiberufler zinsgünstige und langfristige Kredite der KfW in Höhe von bis zu 5 Mio. Euro pro Vorhaben erhalten. Eine nicht zu besichernde Nachrangkomponente mit sieben tilgungsfreien Anlaufjahren stärkt die Kapitalstruktur der Unternehmen.

Markteinführungen von Innovationen, die bis Ende 2013 ebenfalls im Rahmen des ERP-Innovationsprogramms förderfähig waren, werden mittlerweile im Rahmen des KfW-Unternehmerkredits Plus gefördert. Das Programm wendet sich an nachweislich innovative KMU, die bis zu 100 % der Investitionskosten und Betriebsmittel zinsgünstig finanzieren können.

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Industrielle Gemeinschaftsforschung

Die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) schlägt die Brücke zwischen Grundlagenforschung und wirtschaftlicher Anwendung. Als Förderinstrument des BMWi unterstützt die IGF vorwettbewerbliche Forschungsprojekte, um den Unternehmen, vor allem KMU, den direkten Zugang zu Forschungsergebnissen zu erleichtern und deren Innovationspotenzial zu steigern. Die Forschungsvereinigungen schlagen in Abstimmung mit Unternehmen branchenrelevante, branchenübergreifende oder technologiefeldrelevante Forschungsvorhaben vor. Eine unabhängige Begutachtung sucht die besten Vorhaben aus, die durch das BMWi gefördert und durch Hochschulen oder gemeinnützige Forschungseinrichtungen bearbeitet werden. Die Resultate der Vorhaben stehen allen Unternehmen ohne Einschränkung zu jeweils gleichen Bedingungen zur Verfügung. Wichtige Forschungsergebnisse können somit direkt in Verfahrens- und Produktverbesserungen umgesetzt werden.

Branchenübergreifende Vorhaben erhalten einen Förderbonus. Mit CORNET (Collective Research Network) werden transnationale Projekte der Gemeinschaftsforschung gefördert, da in vielen Bereichen ein über nationale Grenzen hinausgehender Forschungsbedarf besteht.

Durch die IGF entstehen Netzwerke zwischen der mittelständischen Wirtschaft und Forschungseinrichtungen. Diese Netzwerke bestehen häufig über die Projektdauer hinaus und nehmen weitere, auch eigenfinanzierte Forschungsvorhaben in Angriff.

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Mittelstand-Digital

Im Rahmen des Förderschwerpunkts Mittelstand-Digital unterstützt das BMWi seit 2012 die Digitalisierung von Mittelstand und Handwerk. Ziel des Förderschwerpunkts ist es, die Potenziale von IKT-Anwendungen und E-Business-Lösungen für KMU zu erschließen und branchenübergreifend die Wettbewerbsfähigkeit von Anbietern und Anwendern zu stärken. Aus Mittelstand-Digital gingen bereits mehrere Fördermaßnahmen hervor, die spezifische Aspekte der Digitalisierung durch Forschungsprojekte adressieren und ein breites Informationsangebot für KMU ermöglichen:

  • Mittelstand 4.0 Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse sensibilisiert und mobilisiert kleine und mittlere Unternehmen für das Thema Industrie 4.0. Das BMWi fördert die Einrichtung von bundesweit elf Kompetenzzentren für den Mittelstand und das Handwerk. Ende 2015 starteten die ersten beiden Informations- und Demontrationszentren in Hannover und Dortmund. Begleitend stellen vier Mittelstand-4.0-Agenturen Digitalisierungswissen zu den Querschnittsthemen Cloud, Prozesse, Handel und Kommunikation zur Verfügung.
  • eStandards: Geschäftsprozesse standardisieren, Erfolg sichern unterstützt KMU und Verwaltungsorganisationen bei der Nutzung von E-Standards in Geschäftsprozessen. Insgesamt 20 Forschungsvorhaben widmen sich der beschleunigten Entwicklung, Erprobung und Verbreitung von E-Business-Standards in KMU.
  • Einfach intuitiv – Usability für den Mittelstand adressiert die Qualität und Nutzerfreundlichkeit der in KMU eingesetzten betrieblichen Software. Die 17 Verbundprojekte entwickeln und erproben geeignete Hilfestellungen für kleine und mittlere Softwareanbieter und -anwender.
  • Bis Herbst 2015 haben 38 regionale Anlaufstellen („eBusiness-Lotsen") im eKompetenz-Netzwerk für Unternehmen anbieterneutrale und praxisnahe E-Business-Informationen für KMU und das Handwerk bereitgestellt. Nach Beendigung der Förderung wird die Lotsentätigkeit überwiegend von Kammern und Verbänden weitergeführt. Basiswissen und gute Praxisbeispiele wurden in einem Wegweiser „Zukunftschance Digitalisierung – Gute Geschäfte, zufriedene Kunden, erfolgreicher Mittelstand" zusammengefasst und veröffentlicht.

Ein Begleitforschungsprojekt sichert eine möglichst effiziente Umsetzung des Förderschwerpunkts. Es vernetzt die einzelnen Förderprojekte untereinander und gewährleistet einen breiten Transfer valider Ergebnisse in den Markt. Darüber hinaus stellt ein interaktiver Wissenspool Publikationen über den effizienten Einsatz von IKT bereit.

Insgesamt wurden bisher rund 3.500 Veranstaltungen zur Unterstützung von Betrieben beim Einsatz passender IKT-Lösungen organisiert und mehr als 10.000 Informationsgespräche geführt. Über die Webseite wurden knapp drei Millionen Onlinekontakte pro Jahr verzeichnet und durchschnittlich mehr als 110.000 Broschüren, Checklisten und Leitfäden heruntergeladen.

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go-digital

Die zunehmende Digitalisierung des Geschäftsalltags stellt derzeit eine der wichtigsten Herausforderungen für Unternehmen dar. Insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Handwerksbetrieben erscheint die digitale Transformation in all ihren Facetten oftmals als beträchtliche Herausforderung. Hier setzt das Modellvorhaben go-digital des BMWi an. Im März 2015 in den Modellregionen Ruhrgebiet und Sachsen (inklusive Raum Halle) gestartet, unterstützt das Programm mit seinen drei Modulen Internet-Marketing, Digitalisierte Geschäftsprozesse und IT-Sicherheit insbesondere kleine Unternehmen bei dem notwendigen Anpassungsprozess. Die Förderung erstreckt sich von der Erstberatung bis hin zur Umsetzung konkreter Maßnahmen. Die Beratungsleistung der vom BMWi autorisierten externen Beraterinnen und Berater wird hierbei mit bis zu 75 % der Kosten gefördert.

Bereits nach kurzer Zeit lässt sich feststellen, dass das Modellvorhaben go-digital eine äußerst positive Resonanz verzeichnet. Allein von Mai bis Oktober 2015 wurde in den zwei Modellregionen 178 Anträge auf Autorisierung als Beratungsunternehmen und 307 Anträge auf Durchführung einer Erstberatung gestellt. Dies verdeutlicht eindrucksvoll den hohen Bedarf an Beratungen und Maßnahmen im Bereich der Digitalisierung bei den vorwiegend kleinen Unternehmen.

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go-Inno

Mit den Innovationsgutscheinen der BMWi-Maßnahme go-Inno werden KMU durch qualifizierte externe Beratungsangebote unterstützt. Die Innovationsgutscheine können für eine Innovationsberatung zur Professionalisierung des betrieblichen Innovationsmanagements (go-innovativ) genutzt werden. Bis 2015 konnten auch Beratungen zur Steigerung der Rohstoff- und Materialeffizienz (go-effizient) über Gutscheine gefördert werden (go-effizient wurde am 16. Dezember 2015 eingestellt). Die Förderung deckt 50 % der Ausgaben für die externen Beratungsleistungen der vom BMWi autorisierten Beratungsunternehmen. Mehr als 80 % der Innovationsgutscheine des Moduls go-innovativ führen zu mittelständischen FuE-Projekten.

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