Kräfte bündeln für Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit

Seit 2014 treibt die Bundesregierung den Aufbau von neuen Kompetenzen und zukunftsfähigen Lösungen in sechs Feldern gezielt voran. Ausgangspunkt sind die Fragen nach den Quellen unseres zukünftigen Wohlstands und nach unserer Lebensqualität. Die Bundesregierung investiert in innovative Lösungen, die durch eine hohe wissenschaftlich-technische Dynamik oder durch hohes Innovationspotenzial geprägt sind und mit denen Deutschland international Wettbewerbsvorsprünge realisieren kann.

Der übergreifende strategische Ansatz der Hightech-Strategie gilt national und international als Erfolgsbeispiel guten Regierens: Rahmenprogramme wie Horizont 2020 folgen einem ähnlichen Ansatz, und auch die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hat wiederholt bestätigt, dass die Hightech-Strategie ein gutes Modell der Governance eines FuI-Systems verkörpert.

Digitale Wirtschaft und Gesellschaft fördern

Die Digitale Wirtschaft und das Internet beeinflussen Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik in nie gekanntem Ausmaß. Informations- und Kommunikationstechnologien sind wichtige Treiber innovativer Wertschöpfungsketten und -netzwerke sowie neuartiger Geschäftsmodelle in vielen Anwendungsbereichen. Exponentiell steigende Datenmengen ermöglichen eine Explosion des Wissens, bringen aber auch neue Risiken und Herausforderungen, z. B. in Bezug auf Verbraucherrechte und Datensicherheit, mit sich. Für Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit ist die erfolgreiche Integration digitaler Technologien in industriellen Wirtschaftszweigen und gesellschaftlichen Bedarfsfeldern entscheidend, weil wir hierbei über starke Kompetenzen verfügen. Die Bundesregierung gestaltet den digitalen Wandel aktiv, integrativ und vorausschauend. Diese Zielsetzung verfolgt sie im Rahmen der Digitalen Agenda 2014–2017. Die bisherigen Fortschritts- und Umsetzungsberichte zur Digitalen Agenda 2014–2017 zeigen, dass schon viele der in der Digitalen Agenda adressierten Maßnahmen realisiert wurden.

Mit der Plattform Industrie 4.0 arbeitet eine starke Allianz aus Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften und Forschung daran, die ökonomischen Potenziale der voranschreitenden Digitalisierung der Wertschöpfungsketten nutzbar zu machen und auf der Grundlage der erfolgreichen deutschen Industriestruktur neue intelligente und wissensbasierte Produktionsumgebungen zu gestalten. Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Handwerksbetriebe birgt die digitale Transformation zudem enorme Potenziale hinsichtlich verbesserter Prozessabläufe oder Herstellungsverfahren sowie durch das Erschließen innovativer E-Business-Lösungen. Die Bundesregierung unterstützt die Digitalisierung von Arbeits- und Produktionsprozessen in KMU daher in besonderem Maße. Die Forschungsinitiative Industrie 4.0 – Forschung auf den betrieblichen Hallenboden zeigt in anwendungsbezogenen Forschungsprojekten, wie Industrie-4.0-Lösungen in die Tat umgesetzt werden können. Künftig werden KMU vor Einführung und Umsetzung innovativer Prozess- und Systemlösungen diese zunächst in praxisnahen „Testumgebungen“ erproben können.

Noch stärker als bisher wird die Bundesregierung neue Förderinitiativen in Umsetzung der Fachprogramme für Schlüsseltechnologien wie der Materialforschung und Photonik auf KMU ausrichten. Bei der Anpassung an digitale Geschäftsprozesse und Aufbau von Digitalkompetenz werden KMU durch die Programme Mittelstand-Digital und seit 2015 mit den neuen Modellvorhaben der Initiative go-digital in den Schwerpunkten „Internet-Marketing“, „digitalisierte Geschäftsprozesse“ und „IT-Sicherheit“ unterstützt.

Hinzu kommen die neuen Kompetenzzentren Mittelstand 4.0, die KMU für die technologischen und wirtschaftlichen Potenziale der Digitalisierung sensibilisieren und die digitale Transformation durch konkrete Anschauungs- und Erprobungsmöglichkeiten unterstützen. Bis Ende 2016 werden insgesamt zehn solcher Kompetenzzentren geschaffen. Hinzu kommt ein spezielles auf den Bedarf des Handwerks ausgerichtetes Zentrum.

Für das Zusammenspiel von Mensch und Technik spielen Informations- und Kommunikationstechnologien, Elektronik, Robotik und Bionik eine wichtige Rolle. Das Forschungsprogramm Technik zum Menschen bringen fördert die Entwicklung innovativer Lösungen, die Menschen in immer mehr Lebensbereichen unterstützen.

Der zunehmende Einsatz digitaler Technologien in der Wirtschaft, aber auch in unserem persönlichen Alltag wirft Fragen nach den Chancen und Risiken der Digitalisierung auf, z. B. hinsichtlich des Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung. Die Bundesregierung schafft hierzu die notwendigen Forschungskapazitäten. Im Deutschen Internet-Institut werden künftig die ethischen, rechtlichen, wirtschaftlichen und partizipativen Aspekte von Internet und Digitalisierung in einem interdisziplinären Ansatz erforscht und so wichtiges Orientierungs- und Handlungswissen für die Zukunft erarbeitet. Im September 2015 wurde durch die Veröffentlichung einer Förderrichtlinie mit der Einrichtung des Instituts begonnen.

Open Access kann zu einem besseren Informationsfluss in der Wissenschaft und zu besserer Sichtbarkeit von Forschungsergebnissen beitragen. Publikationen und Daten, die aus öffentlich geförderter Forschung entstanden sind, sollen daher Open Access veröffentlicht werden. Die Bundesregierung arbeitet daher an der Entwicklung einer Open-Access-Strategie.

Mit dem Nationalen Aktionsplan Open Data bekennt sich die Bundesregierung zu einer breiten Veröffentlichung von Daten der Verwaltung. Diese Daten für digitale Innovationen zu nutzen und damit digitalen Gründergeist zu wecken ist eines der zentralen Ziele des Modernitätsfonds, aus dem seit 2016 datenbasierte innovative Projekte gefördert werden.

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Nachhaltiges Wirtschaften und nachhaltige Energieversorgung realisieren

Unsere Produktionsweisen und unser Konsumverhalten müssen ressourcenschonender, umweltfreundlicher, sozial verträglicher und damit nachhaltiger werden. Die Bundesregierung orientiert sich am Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung, die Innovationen in Verantwortung für die heutigen und kommenden Generationen generiert.

Die Transformation unserer Produktions- und Konsumweisen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der auch die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen Beachtung finden muss. Ziel ist, dass Deutschland seine Position als Technologieführer erhält und dabei nachhaltig und klimaschonend handelt. Deshalb stärkt die Bundesregierung Plattformen, in denen Vertreter und Vertreterinnen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Bürgergesellschaft und Politik gemeinsam Impulse für eine nachhaltige Wirtschaftsweise geben: die Innovationsplattform Zukunftsstadt, die Umsetzungsplattform Green Economy, die Nationale Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung, die Forschungsinitiative Zukunft Bau, das Forschungsforum Energiewende, die Energiewendeplattform Forschung und Innovation sowie die Forschungsnetzwerke Energie.

Die Bundesregierung bündelt ihre Forschungsanstrengungen für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung und den Wandel zur Nachhaltigkeit in der Rohstoffstrategie der Bundesregierung, dem FONA3-Rahmenprogramm sowie der Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 – unser Weg zu einer biobasierten Wirtschaft. Das 6. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung wird weiterhin konsequent umgesetzt und bildet den Rahmen für die Realisierung von ressortübergreifenden Förderinitiativen in Themenfeldern mit besonderer Relevanz für die Energiewende: Netze, Speicher sowie seit 2016 solares Bauen/energieeffiziente Stadt.

Mit dem 2015 gestarteten Rahmenprogramm Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA3) wird die Forschung für Nachhaltigkeit noch wirksamer gefördert sowie stärker fächerübergreifend, bedarfs- und anwendungsorientiert ausgerichtet. Die Bundesregierung fördert in FONA3 Nachhaltigkeitsforschung mit dem Ziel, Optionen für eine nachhaltige Lebens- und Wirtschaftsweise aufzuzeigen. Durch FONA3 wird die Nachhaltigkeitsforschung enger in den gesellschaftlichen Diskurs eingebunden und dadurch relevanter für die nachhaltige Entwicklung. Wichtige gesellschaftliche Aufgaben und politische Prioritäten werden mit drei Leitinitiativen aufgegriffen:

  • Green Economy: Übergang zu einer international wettbewerbsfähigen, umwelt- und sozial verträglichen Wirtschaftsweise
  • Zukunftsstadt: nachhaltige Entwicklung von Städten und urbanen Räumen
  • Energiewende: Transformation der Energieversorgung

Mit den neuen Kopernikus-Projekten bündelt die Bundesregierung die Kräfte der wichtigsten Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft mit einer langfristig auf zehn Jahre angelegten Perspektive. Ziel ist es, nachhaltige Lösungen für den Umbau des Energiesystems zu entwickeln.

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Innovative Arbeitswelt begleiten

Arbeitswelt und Wertschöpfungsprozesse unterliegen einem fundamentalen Wandel. Unsere globalisierte Wirtschaft ist geprägt von einer starken Dienstleistungsorientierung und interaktiven Wertschöpfungsprozessen. Die Digitalisierung ermöglicht neue Formen der Arbeitsorganisation und beeinflusst Qualifikationsprofile und Berufsbilder nachhaltig. Gleichzeitig entwickeln die Menschen andere Wertvorstellungen in Bezug auf ihre berufliche Tätigkeit.

Im Dialogprozess Arbeiten 4.0 diskutiert die Bundesregierung zusammen mit Sozialpartnern, Verbänden und Unternehmen die Gestaltungsbedarfe der Arbeitswelt der Zukunft. Betriebliche Lösungsansätze zu den Herausforderungen der Digitalisierung stehen im Mittelpunkt der Plattform Digitale Arbeitswelt. Die Dialoge werden von vielfältigen Forschungsvorhaben zur Zukunft der Arbeit begleitet, z. B. zu den Wertewelten von Beschäftigten und den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitsmarktentwicklung.

Innovativ zu sein erfordert heute mehr denn je komplexe Prozesse, die das Zusammenwirken von technologischer Entwicklung, aber auch von Personal-, Organisations- und Kompetenzentwicklung beinhalten. Mit dem Rahmenprogramm Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen wird Forschung in den Bereichen Produktion, Dienstleistung und Arbeit daher erstmals gemeinsam betrachtet. Mit dem Programm Zukunft der Arbeit fördert die Bundesregierung die Entwicklung von Lösungsansätzen für Herausforderungen, die Unternehmen, und dabei speziell KMU, durch den Strukturwandel in der Arbeitswelt entstehen.

Eine hohe Qualifikation und gute Arbeitsbedingungen leisten einen wichtigen Beitrag dazu, dass Menschen innovativ sein können. Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kompetent, gesund, inklusiv, sicher und motiviert an neuen Produkten und Dienstleistungen arbeiten können. Konkrete Unterstützungs- und Beratungsangebote für die betriebliche Praxis, die von Sozialpartnern, Kammern und Politik gemeinsam getragen werden, bietet die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderte Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA). Mit dem Präventionsgesetz vom 17. Juli 2015 wurden die Rahmenbedingungen für die Gesundheitsförderung und Prävention am Arbeitsplatz verbessert.

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Gesundes Leben erhalten

Unsere Gesundheit ist ein wichtiger Bestandteil des individuellen und gesellschaftlichen Wohlbefindens. Unsere zunehmende Lebenserwartung und ein hohes Wohlstandsniveau sind nicht automatisch gleichbedeutend mit steigender Lebensqualität. Die Bundesregierung setzt sich daher in besonderem Maße für die Gesundheitsforschung ein. Vorrangiges Ziel ist dabei stets, dass Forschungsergebnisse schnell bei den Menschen ankommen, um dort einen direkten Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität zu leisten. Die Bundesregierung definiert die strategische Ausrichtung der Gesundheitsforschung im Rahmenprogramm Gesundheitsforschung.

Ein Schwerpunkt hierbei ist die Bekämpfung von Volkskrankheiten. Mit den sechs Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung und zwei großen Forschungsnetzen investiert die Bundesregierung in leistungsfähige Strukturen aus Grundlagenforschung und patientenorientierter Forschung. Ziel dieser konzertierten Zusammenarbeit von Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Ressortforschungseinrichtungen ist die Entwicklung von neuen Präventions- und Behandlungsoptionen und deren erfolgreiche Translation in die klinische Anwendung sowie die Vorbereitung auf zukünftige gesellschaftlich relevante Herausforderungen im Gesundheitsbereich. Das neue Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIG) verfolgt komplementär dazu einen übergreifenden systemmedizinischen Forschungsansatz. Das BIG erforscht die komplexen krankheitsübergreifenden Zusammenhänge in ihrer Gesamtheit und entwickelt neue Therapieansätze. Diese Infrastrukturen bringen zu zentralen Themen der Gesundheitsforschung die besten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen ihres Fachs zusammen. Ergänzend zum Rahmenprogramm sollen mit dem beim Gemeinsamen Bundesausschuss angesiedelten Innovationsfonds neue Versorgungformen und die Versorgungsforschung weiter vorangebracht werden.

Die individualisierte Medizin birgt große Potenziale für wirksame Therapien und eine Reduzierung von Nebenwirkungen. Für eine wirksamere Krankheitsbekämpfung wird der Aktionsplan Individualisierte Medizin umgesetzt. Im Rahmen der individualisierten Medizin werden die Integration unterschiedlicher Datenformate und die Interpretation großer Datenmengen immer wichtiger. Die Bundesregierung widmet sich dieser Aufgabe verstärkt, denn die Chancen, aber auch Risiken und Herausforderungen der Digitalisierung in der Gesundheitsversorgung sind enorm. Daher hat die Bundesregierung mit einer neuen Strategie zur Medizininformatik die richtigen Weichen gestellt und fördert darin künftig den Aufbau von Datenintegrationszentren und die Entwicklung von innovativen IT-Lösungen.

Ethische Aspekte sowohl der Digitalisierung als auch des demografischen Wandels werden durch Ressortforschungsinitiativen beleuchtet. Die steigende Zahl medizinisch relevanter Daten kann so künftig zum Wohle von Patientinnen und Patienten für genauere Diagnoseverfahren und bessere Therapiemöglichkeiten nutzbar gemacht werden.

Ein gesonderter Schwerpunkt liegt auf der Erforschung der seltenen Erkrankungen. Durch den Nationalen Aktionsplan für Menschen mit Seltenen Erkrankungen soll die gesundheitliche Situation für diese Menschen entscheidend verbessert werden.

Die Bundesregierung stärkt die Forschung für die Gesunderhaltung des Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht und sozialem Status. Prävention, Früherkennung bzw. Vorsorge bilden wichtige Bausteine für ein langes und gesundes Leben. Wohlstandsbedingten chronischen Krankheiten einschließlich der ihnen zugrunde liegenden Risikofaktoren kann dadurch vorgebeugt werden, oder sie können im Verlauf abgemildert werden. Mit dem Präventionsgesetz vom 17. Juli 2015 soll ein Rahmen für die Verbesserung der Zusammenarbeit der Akteure geschaffen und die Sicherstellung der Qualität und Effizienz von Leistungen zur Gesundheitsförderung und Prävention gefördert werden. Hierzu können die Sozialversicherungsträger einzeln oder mit Dritten Modellvorhaben durchführen. Mit der Initiative IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung fördert die Bundesregierung eine gesunde und aktive Lebensweise. Um die spezifischen Belange der Menschen in ihren verschiedenen Lebensphasen zu erfassen sowie darauf angepasste und damit noch wirkungsvollere Konzepte zur Gesundheitsförderung, Prävention und Versorgung zu entwickeln, wurde die Förderinitiative Gesund – ein Leben lang initiiert. Zentraler Baustein für die Forschung auf dem Gebiet der Prävention ist die langfristige Datenerhebung in großen Bevölkerungsgruppen (Kohorten). Daher wird die bisher größte Bevölkerungskohorte in Deutschland, die Nationale Kohorte, aufgebaut.

Innovative Lösungen bringen nicht nur entscheidende Fortschritte für unser individuelles Wohlbefinden, sondern haben das Potenzial, weltweit Absatzmärkte und Wertschöpfung zu generieren. Die Bundesregierung stärkt die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Gesundheitswirtschaft mit einem neuen Fachprogramm Medizintechnik. Um den Forschungs- und Produktionsstandort Deutschland zu stärken und die Versorgung mit wirksamen innovativen Arzneimitteln sicherzustellen, hat die Bundesregierung einen ressortübergreifenden Pharmadialog mit Industrie, Wissenschaft und der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie geführt. Die besonderen Herausforderungen für mittelständische Unternehmen in diesem Bereich adressiert die Bundesregierung durch zusätzliche Maßnahmen, wie zum Beispiel mit der neuen Informationsplattform „Medizintechnologie.de“. Die Informationsplattform ist ein Ergebnis des Nationalen Strategieprozesses Innovationen in der Medizintechnik. Mit dem Nationalen Strategieprozess verfolgt die Bundesregierung das Ziel, an den Schnittstellen zwischen Forschungs-, Gesundheits- und Wirtschaftspolitik die Grundlagen für eine kohärente Innovationspolitik im Bereich der Medizintechnik zu schaffen.

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Intelligente Mobilität fördern

Deutschland ist Innovationsführer für sichere und nachhaltige Mobilitätslösungen. Zentrale Aufgabenstellungen für die Mobilität der Zukunft bestehen in der Vernetzung der Verkehrsträger und Fahrzeuge, der Entwicklung neuer Fahrzeuge und Antriebssysteme sowie nachhaltiger Kraftstoffe für die verschiedenen Verkehrsträger.

Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, auf hohem Sicherheitsniveau Modelle für eine nachhaltige Mobilität zu entwickeln, die gleichzeitig Emissionen mindern und die Umwelt schonen sowie die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft stärken. Vor allem die Elektromobilität ist ein entscheidender technologischer Beitrag zur klimafreundlichen Umgestaltung der Mobilität. Die Bundesregierung stärkt mit der Nationalen Plattform Elektromobilität daher den strategischen Dialog von Industrie, Wissenschaft, Politik, Gewerkschaften und Verbänden. Bei der Entwicklung intelligenter Mobilitätssysteme kommt der Automatisierung und Vernetzung von Fahrzeugen zentrale Bedeutung zu. Diese adressiert die Bundesregierung mit der Strategie automatisiertes und vernetztes Fahren, dem Programm Neue Fahrzeug- und Systemtechnologien sowie weiteren Fachprogrammen. Um die Energieeffizienz und Reichweite von Elektrofahrzeugen weiter zu steigern, setzt die Bundesregierung Förderschwerpunkte im Bereich der Batterieforschung, der Ladeinfrastruktur und Netzintegration sowie in der Entwicklung energieeffizienter Gesamtfahrzeugkonzepte. Darüber hinaus setzt sich die Bundesregierung für eine Effizienzsteigerung durch Optimierung der Schnittstellen zwischen den einzelnen Verkehrsträgern ein, z. B. durch die Förderung einer möglichst nahtlosen Reisekette mit Fahrgastinformationen und Ticketing von Tür zu Tür und durch die Förderung von zukunftsweisenden Projekten an der Schnittstelle ÖPNV/Carsharing/ Fahrrad.

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Zivile Sicherheit gewährleisten

Die Gewährleistung von Sicherheit und Freiheit ist für unsere Gesellschaft von herausragender Bedeutung. Neue Bedrohungen wie der internationale Terrorismus oder die Cyberkriminalität stellen veränderte Anforderungen an die innere Sicherheit. Vorrangiges Ziel der Bundesregierung ist es, zum Schutz unseres freiheitlichen Lebensstils beizutragen.

Unser Alltag beruht immer mehr auf dem Funktionieren der technischen Sicherheit und dem reibungslosen Ineinandergreifen komplexer Systeme und Infrastrukturen: für Energieversorgung, Kommunikation, Mobilität oder Logistik. Bereits geringe Störungen können Versorgungsengpässe und hohe volkswirtschaftliche Schäden hervorrufen. Die zivile Sicherheitsforschung leistet einen wichtigen Beitrag dazu, Bürgerinnen und Bürger vor Gefahren zu schützen sowie ihre Sicherheit und damit ihre Lebensqualität zu erhöhen.

Mit dem Grad der Digitalisierung nehmen die Anforderungen an die Sicherheit, Vertrauenswürdigkeit sowie an die Zuverlässigkeit digitaler Infrastrukturen und Dienstleistungen zu. Exponentiell steigende Datenmengen ermöglichen eine Explosion des Wissens, schaffen aber auch neue Risiken, gerade für das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung. Die Bundesregierung bewertet IT-Sicherheit als ein zentrales Element für Innovation und Wachstum in Deutschland. Davon zeugen das Forschungsrahmenprogramm Selbstbestimmt und sicher in der digitalen Welt 2015–2020, ein ressortübergreifendes Maßnahmenpaket zur Entwicklung sicherer und innovativer IT-Lösungen sowie die Cyber-Sicherheitsstrategie für Deutschland für die Gewährleistung der zivilen Sicherheit. Für die sichere und selbstbestimmte Nutzung des Internets und der digitalen Welt bedarf es wirksamer Instrumente. Drei leistungsstarke Kompetenzzentren für IT-Sicherheit an den Standorten Darmstadt, Karlsruhe und Saarbrücken fokussieren sich thematisch und organisatorisch auf die wichtigsten Herausforderungen auf dem Gebiet der IT-Sicherheit.

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