Zusammenarbeit mit den BRICS-Staaten

Die BRICS sind eine Assoziation der stark wachsenden Volkswirtschaften Brasiliens, Russlands, Indiens, Chinas und Südafrikas. Als bevölkerungsreiche sogenannte Emerging Economies verfolgen die Länder gemeinsame Interessen im globalen Kontext, vor allem in den Bereichen Wirtschaft und Finanzwesen. Wissenschaft, Technologie und Innovation sind in ihrer gemeinsamen strategischen Ausrichtung prioritäre Kooperationsbereiche für Entwicklung und Wachstum. Die Bundesregierung kooperiert erfolgreich mit jedem dieser wichtigen und sehr verschiedenen Staaten auf bilateraler Ebene.

Die nachfolgend aufgeführten Beispiele der bilateralen Kooperation zeigen die Spezifika und die Bedeutung der internationalen Aktivitäten des BMBF bei der Zusammenarbeit mit den BRICS-Staaten.

Brasilien

Brasilien ist für die Zusammenarbeit in Bildung und Forschung das wichtigste Partnerland Deutschlands in Lateinamerika. Die Schwerpunkte der bilateralen Forschungszusammenarbeit liegen in den Bereichen Umwelt, Nachhaltigkeit, Landnutzung, Wasser sowie den Biowissenschaften. Bildung und Forschung standen im Fokus der ersten Deutsch-Brasilianischen Regierungskonsultationen im August 2015 in Brasília. Das BMBF unterzeichnete fünf gemeinsame Erklärungen mit den brasilianischen Partnerressorts. Neben der Intensivierung der bestehenden Kooperationsgebiete wurden darin die verstärkte Zusammenarbeit im Bereich Bioökonomie, Klimaforschung sowie der Ausbau der Kooperation in der Meeresforschung und in der Forschung zu wirtschaftsstrategischen Rohstoffen vereinbart. Brasilien gehört in der neuen BMBF-Initiative Internationale Partnerschaften für nachhaltige Innovationen (CLIENT II) zu den prioritären Zielländern im Themenbereich Wirtschaftsstrategische Rohstoffe.

Brasilien verfügt über langjährige Erfahrung in der Herstellung und Nutzung von Biotreibstoffen; das Land bietet zudem großes Potenzial für die nachhaltige Erzeugung von Biorohstoffen. Im Forschungsprogramm Bioökonomie International werden gemeinsam mit brasilianischen Förderorganisationen Forschungsverbünde zu biogenen Rohstoffen und Energieträgern gefördert.

Im brasilianischen Amazonasgebiet wurde 2015 das deutsch-brasilianische Gemeinschaftsprojekt Atmosphärenmessturm ATTO (Amazonian Tall Tower Observation Facility) – ein 325 Meter hoher Turm aus Stahl – eingeweiht. Mit hochempfindlichen Messgeräten wollen Deutsche und Brasilianer den Zusammenhang zwischen Klima, Atmosphärenchemie und dem Regenwald beobachten. Die Messergebnisse sollen es ermöglichen, Klimaentwicklungen künftig besser vorherzusagen.

An mehreren deutschen Hochschulen gibt es explizite Brasilien-Kompetenz. So im Brasilien-Zentrum der Universität Münster, das über 30 Kooperationen in den Bereichen Biologie, Rechtswissenschaften, Informatik sowie Pharmazie koordiniert. Das Brasilien-Zentrum der Universität Tübingen berät Hochschulen in ganz Baden-Württemberg bei der bilateralen Zusammenarbeit. Einen wissenschaftlichen Ansatz hat das Forschungszentrum Brasilien der Freien Universität Berlin. Es analysiert „Brasilien im Weltkontext".

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Russische Föderation

Auch unter schwierigen politischen Rahmenbedingungen wird die 2005 vereinbarte „Strategische Partnerschaft in Bildung, Forschung und Innovation" zwischen Deutschland und Russland intensiv fortgeführt. Neben der gemeinsamen Forschung von Hochschulen und Forschungseinrichtungen spielen auch die innovationsorientierte Kooperation von Unternehmen und die berufliche Bildung eine wichtige Rolle in der Zusammenarbeit beider Länder. Gemeinsame thematische Interessen bestehen auf den Gebieten Nanotechnologie, Umwelttechnologie/Energieeffizienz, nachhaltige Landnutzung, Gesundheit, Biotechnologie, Meeres- und Polarforschung sowie Optische Technologien.

Russland ist neben Deutschland der größte Partner beim Bau der FAIR-Anlage in Darmstadt sowie beim European XFEL in Hamburg. Von den 230 Mio. Euro des russischen Beitrags zu FAIR werden zum großen Teil Sachleistungen für den Beschleuniger und für Experimente beigestellt. Der russische Beitrag zum Bau des European XFEL beträgt 327 Mio. Euro (Preisbasis 2005) und wird vorwiegend als Geldleistung bereitgestellt. Deutschland und Russland sind in der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung an Forschungsinfrastrukturen traditionell enge Partner. Das Ioffe-Röntgen-Institut (IRI), dessen Aufbau durch das DESY in Hamburg und auf russischer Seite durch das National Research Center „Kurchatov Institute" in Moskau vorangetrieben wird, bündelt die Kooperationsaktivitäten im Bereich der beschleunigerbasierten Photonenquellen.

In der Berichtsperiode fanden mehrere hochrangige Begegnungen statt, z. B. anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des Moskauer Büros der Helmholtz-Gemeinschaft, des 20-jährigen Jubiläums der Kooperation der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit der Russischen Stiftung für die Grundlagenforschung (RFFI) und des zehnjährigen Bestehens des Deutschen Historischen Instituts (DHI) Moskau. Neue Förderprogramme zum weiteren Ausbau der Zusammenarbeit wurden z. B. zwischen dem BMBF und dem Russischen Ministerium für Bildung und Wissenschaft im Bereich Bioökonomie sowie zwischen der DFG und dem Russischen Wissenschaftsfonds im Bereich Mathematik und Physik erarbeitet. Außerdem führt das BMBF seit 2008 mit dem russischen Fonds für die Unterstützung kleiner innovativer Unternehmen (FASIE) jährliche Förderwettbewerbe für anwendungsorientierte deutsch-russische FuE-Projekte durch. Bislang gaben beide Fördereinrichtungen ca. 10 Mio. Euro zur Stärkung der deutsch-russischen Zusammenarbeit aus.

Im Sinne von „Science as Diplomacy of Trust" nutzt das BMBF außerdem seine Beteiligung an Vorhaben mit Russland im Rahmen der EU-Drittstaatenkooperation. Das ERA.NET Plus mit Russland (ERA.Net RUS Plus, 2013–2018) ist mit Abstand das größte und erfolgreichste ERA-NET mit einem Drittstaat. Die überwältigende Anzahl von 300 eingereichten Anträgen in den beiden Förderlinien Innovation und Science & Technology (mit den Schwerpunkten Nanotechnologie, Umwelt/Klimawandel, Gesundheit, Geistes- und Sozialwissenschaften) belegt den Erfolg dieses Förderinstruments. Gefördert werden insgesamt 63 Projekte mit einem Fördervolumen von 20 Mio. Euro – davon 3,25 Mio. Euro BMBF-Förderung. Am Konsortium sind 30 Partner aus 16 Ländern beteiligt. Deutschland koordiniert das Vorhaben.

Ein weiteres ERA-NET mit russischer Beteiligung ist EuroTransBio (ETB). Dieses ist eine internationale Initiative von zwölf europäischen Ländern und Regionen mit dem Ziel, nationale und regionale Förderprogramme im Bereich Biotechnologie durch gemeinsame Ausschreibungen für transnationale FuE-Projekte zugänglich zu machen.

In der bilateralen Zusammenarbeit fördert das BMBF im Rahmen der Fördermaßnahme nachhaltiges Landmanagement die Projekte KULUNDA und SASCHA zur Entwicklung von Strategien für eine nachhaltige Landnutzung vor dem Hintergrund aktueller und zukünftiger Landschafts- und Klimaänderungen in Westsibirien.

Seit 2012 besteht eine enge und sehr vitale Berufsbildungszusammenarbeit mit dem russischen Ministerium für Bildung und Wissenschaft. Die deutsch-russischen Kooperationsaktivitäten – beispielsweise die Entwicklung von Rahmencurricula, die Ausbildung von Ausbildern und die Entwicklung und Erprobung von dualen Ausbildungsmodellen im BMBF-Projekt VETnet – sind eingebettet in ein zukunftsweisendes und nachhaltiges Reformprogramm der Föderation zur Einführung einer dualen Fachkräfteausbildung.

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Indien

Seit 2008 haben sich die Investitionen des BMBF in Indien versechsfacht (von 1,4 Mio. auf knapp 9 Mio. Euro). Dazu tragen herausragende Initiativen wie das Indo-German Science and Technology Centre (IGSTC) als gemeinsame Fördereinrichtung für anwendungsorientierte Forschung bei. Indien belegt mittlerweile mit 9.372 Studierenden in Deutschland den dritten Rang nach China und Russland.

Thematische Schwerpunkte der Zusammenarbeit sind derzeit Biotechnologie, Gesundheitsforschung, Nachhaltigkeitsforschung, Produktionstechnologie, zivile Sicherheitsforschung sowie der gegenseitige Austausch in der Berufsbildung. Forschungskooperationen werden über die 2+2-Projekte im Rahmen des IGSTC, projektbezogene Mobilität mit verschiedenen Partnereinrichtungen, das indisch-europäische Netzwerk INNO INDIGO und Maßnahmen der Fachabteilungen des BMBF gefördert.

Durch die Initiative Indo-German Partnerships in Higher Education sollen die bereits guten Partnerschaften zwischen indischen und deutschen Hochschulen weiter ausgebaut und das große Potenzial besser erschlossen werden. Das BMBF und das indische Ministry of Human Resource Development haben in einer gemeinsamen Absichtserklärung eine Förderung von 3,5 Mio. Euro (2016–2020) pro Land vereinbart.

Das Indo-German Centre for Sustainability (IGCS) am IIT Madras in Chennai, das im Rahmen der „A New Passage to India"-Initiative gefördert wird, stellt einen weiteren Leuchtturm der Zusammenarbeit dar. Deutsche und indische Forschende arbeiten gemeinsam in Projekten der Themenfelder Energie, Landnutzung, Abwasser- und Abfallmanagement.

Neben dem IGCS fördert das BMBF weitere Kooperationen mit den Indian Institutes of Technology (IITs), die zu den Spitzeninstitutionen Indiens zählen. Es existiert ein Austausch von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zwischen den neun führenden Technischen Universitäten in Deutschland (TU9) und IIT Mandi.

Das BMBF engagiert sich außerdem maßgeblich in der Bündelung der europäischen Zusammenarbeit mit Indien, um die Außendimension des Europäischen Forschungsraums zu stärken. Neben der aktiven Gestaltung des politischen Dialogs ist vor allem die Förderung indisch-europäischer Forschungsprojekte im Rahmen des Netzwerkes INNO INDIGO zu nennen.

Indien ist drittgrößter Gesellschafter der FAIR GmbH in Darmstadt und ein verlässlicher Partner im Rahmen des FAIR-Projektes. In Indien wird FAIR als größtes Projekt der Dekade in der wissenschaftlichen Grundlagenforschung gesehen. Die ca. 36 Mio. Euro indischer Beitrag zu FAIR werden zum großen Teil als Sachleistungen für den Beschleuniger und Experimente bereitgestellt.

Die seit 2011 bestehende Berufsbildungszusammenarbeit mit Indien wurde 2015 mit dem im Jahr zuvor eingerichteten Ministry of Skill Development & Entrepreneurship neu aufgelegt und mit einem neuen Memorandum of Understanding unterlegt. Wichtige Aktionsfelder sind die Weiterentwicklung und Implementierung innovativer Curricula, die Ausbildung der Ausbilder und die Entwicklung und Erprobung betrieblicher Berufsausbildungsmodelle im Projekt VETnet.

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China

China ist die dynamischste Forschungs- und Entwicklungsregion weltweit und plant, die Innovationskapazität weiter zu erhöhen, um bis 2050 ein globaler Innovationsführer zu werden: Die FuE-Ausgaben sind in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen (2014 lagen sie bei 2,09 % des BIP, 2015 werden Ausgaben in Höhe von ca. 2,2 % erwartet, und bis 2020 sollen sie auf mindestens 2,5 % gesteigert werden). Zudem wird gegenwärtig das Forschungsfördersystem reformiert, um dessen Leistungsfähigkeit und Transparenz zu steigern.

Die Grundlage für die Forschungskooperation zwischen Deutschland und China bildet das WTZ-Regierungsabkommen von 1978. Seit 1980 finden in regelmäßigen Abständen Sitzungen der Gemeinsamen WTZ-Kommission mit dem chinesischen Ministerium für Wissenschaft und Technologie (MoST) statt, in deren Rahmen gemeinsame Projekte und Maßnahmen beschlossen und Rahmenbedingungen der Kooperation diskutiert werden. Aktuelle Schwerpunktthemen der Kooperation mit China sind Innovation, Urbanisierung, Umwelttechnologien und Meeresforschung sowie die Hochschul- und Berufsbildung.

Innovation: Bereits Mitte 2011 wurde mit einem eigenen Organisationsbüro die Deutsch-Chinesische Plattform Innovation eingerichtet, an der sich führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Institutionen und Unternehmen beider Länder beteiligen. Nach drei erfolgreichen Deutsch-Chinesischen Innovationskonferenzen und einem beständigen Austausch haben beide Seiten bekräftigt, die Kooperation im Bereich der Nationalen Innovationssysteme weiterentwickeln zu wollen. 2016 fand in Berlin die 4. Innovationskonferenz mit rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in erweitertem Format statt. Thematisch standen die Analyse der Nationalen Innovationssysteme und der regulatorischen Rahmenbedingungen sowie Innovationen im Bereich der nachhaltigen Urbanisierung im Fokus. Außerdem wurden zukünftige Themen und Herausforderungen der deutsch-chinesischen FuE-Kooperation erörtert. Wie hoch das Thema Innovation im Kurs steht, zeigte sich auch während der 3. Regierungskonsultationen im Oktober 2014, bei denen der ressortübergreifende Aktionsplan Innovation gemeinsam gestalten beschlossen wurde.

Urbanisierung: Im Wissenschaftsjahr 2015 zum Thema Zukunftsstadt ist mit China erstmals ein internationaler Partner an einem nationalen Wissenschaftsjahr beteiligt. Auftakt für die Kooperation im Rahmen des Wissenschaftsjahres war eine deutsch-chinesische Konferenz zur nachhaltigen Urbanisierung in Shanghai im Mai 2015 (siehe auch III 5 Transparenz und Partizipation).

Umwelttechnologien: Schwerpunkt im Bereich Umwelt sind Verbundvorhaben für die Umsetzung von Forschungsergebnissen in den Umwelttechnologien, insbesondere im Bereich Wasser/Abwasser. Im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms Sauberes Wasser wurde ein Projektbüro an der Tongji-Universität eingerichtet. Ein Meilenstein bei der Umsetzung der Forschungsergebnisse war die Eröffnung der ersten SEMIZENTRAL-Ver- und Entsorgungsanlage im April 2014 in Qingdao. Die vollständige Inbetriebnahme zur Abwasserbehandlung, Energie- und Wasserrückgewinnung ist Anfang 2016 erfolgt.

Im Mai 2015 wurde eine gemeinsame Erklärung über die wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit im chinesischen nationalen Major Water Programme unterzeichnet. Deutschland ist als einziges Partnerland am Tai-, Dian- und Chaosee sowie am Liaofluss beteiligt und nimmt damit eine herausragende Stellung als Partner in diesem wichtigen Innovationsfeld ein.

Meeresforschung: Dem Ziel einer verbesserten Kooperationsbasis dient die erste gemeinsame Förderlinie mit der State Oceanic Administration zu den Themen Tiefseeforschung, Maritime Umweltveränderungen und Polarforschung. Erstmals werden mit einem Volumen von ca. 3 Mio. Euro Forschungsprojekte bilateral ausgewählt und gefördert. Eine zweite gemeinsame Ausschreibung ist angedacht.

Hochschul- und Bildungskooperation: Ein ambitioniertes Projekt der Hochschulzusammenarbeit zwischen Deutschland und China ist die Chinesisch-Deutsche Hochschule an der Tongji-Universität in Shanghai (siehe auch V 3.4 Deutsche Sichtbarkeit im Ausland). Bei der Berufsbildungskooperation bildet die Einbindung von Unternehmen in die Ausbildungsstrukturen einen Schwerpunkt. So wird im VETnet-Projekt in China ebenso wie in neun weiteren Ländern die Zusammenarbeit der AHK mit deutschen Unternehmen vor Ort und lokalen Ausbildungsinstitutionen gefördert und damit die nationale Weiterentwicklung des Berufsbildungssystems hin zu verstärkt betrieblichen Ausbildungselementen unterstützt.

Die große Bedeutung, die der FuE-Kooperation mit China beigemessen wird, spiegelt sich in der im Herbst 2015 veröffentlichten China-Strategie des BMBF wider (siehe auch Infobox China-Strategie 2015–2020 des BMBF).

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Südafrika

Südafrika ist für die Bundesregierung ein verlässlicher Partner in Forschung und Wissenschaft. Seit 1996 besteht ein WTZ-Abkommen (Wissenschaftlich-Technologische Zusammenarbeit). Südafrika ist mit seiner weit entwickelten Hochschullandschaft und seiner Schlüsselstellung für den Kontinent mit Abstand das beliebteste Zielland deutscher Studierender in Afrika. Das Land steht jedoch weiterhin vor Herausforderungen, insbesondere hinsichtlich der Qualität und Quantität des wissenschaftlichen Nachwuchses. Deutschland ist für Südafrika neben den USA und Großbritannien der wichtigste Partner im Bereich Bildung und Forschung und hat daher eine besondere strategische Bedeutung. Dies hat sich auch bei der Umsetzung des gemeinsamen Wissenschaftsjahres 2012–2013 gezeigt. Die bilaterale Zusammenarbeit umfasst heute u. a. Projekte in den so unterschiedlichen Bereichen wie Gesundheitsforschung, Ressourcen- und Nachhaltigkeitsforschung sowie Meeresforschung. Ergänzt wird das Portfolio durch die Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung.

Hinzu kommen zahlreiche größere Verbundprojekte mit Partnern aus Südafrika. Das Land am Kap der Guten Hoffnung ist ein zentraler Partner der neuen BMBF-Initiative Forschungsnetze für Gesundheitsinnovationen in Subsahara-Afrika. Südafrika ist zudem gemeinsam mit den Ländern Angola, Sambia, Namibia und Botswana in dem vom BMBF finanzierten regionalen Kompetenzzentrum für Klimawandel und angepasstes Landmanagement SASSCAL aktiv (siehe auch V 3.3 Zusammenarbeit mit Schwellen- und Entwicklungsländern).

Im Rahmen der im Jahr 2013 begründeten Berufsbildungskooperation mit Südafrika finden regelmäßige Arbeitsgruppentreffen und Expertenberatungen statt. Südafrika plant den Aufbau eines nationalen Berufsbildungsinstituts und beabsichtigt, bei der Konzeptentwicklung mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) zu kooperieren.

Die ausgeprägten Forschungsbeziehungen zur EU haben ihre Wurzeln im Abkommen über die wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit aus dem Jahr 1997 und wurden durch die seit 2010 bestehende südafrikanisch-europäische strategische Partnerschaft weiter intensiviert. Südafrika wurde 2014 assoziiertes Mitglied bei EUREKA (Initiative für anwendungsnahe Forschung in Europa).

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