Zusammenarbeit stärken und Umsetzung fördern

Die Bundesregierung fördert die themen- und disziplinübergreifende Vernetzung und den Ideen-, Wissens- und Technologietransfer entlang der gesamten Innovationskette. Die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in der Forschung und Entwicklung gehört zu einer der traditionellen Stärken des deutschen Innovationssystems.

Eine enge Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft ist der Schlüssel zu einem gelungenen Transfer von Ideen zu kommerziell erfolgreichen und gesellschaftlich bedeutenden Innovationen auf der einen und zu einem größeren wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn auf der anderen Seite.

Mit Maßnahmen wie dem Spitzencluster-Wettbewerb hat die Bundesregierung in den letzten Jahren deutliche Akzente für die Erschließung und Umsetzung regionaler Innovationspotenziale gesetzt. Kompetenzen in Kooperationen, Partnerschaften und Innovationsallianzen wurden so zusammengeführt. Rund 100 Innovationscluster sind mittlerweile deutschlandweit beim Programm go-cluster aktiv. Die Bundesregierung will die Kräfte von Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik noch stärker bündeln und die daraus erwachsenden Synergien für höhere Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltigen Wohlstand nutzen.

Vernetzungspotenziale aktivieren und neue Märkte erschließen

Die Zugänge für den Mittelstand zu den Kompetenzen der Wissenschaft sollen künftig noch weiter verbessert werden. Neben den technischen Universitäten sind oft die Fachhochschulen ein bewährter Partner kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU). Mit der Maßnahme Starke Fachhochschulen – Impuls für die Region werden Hochschulen als regionale Innovationspole gestärkt und damit neue Spielräume für die Kooperation mit KMU geschaffen. Auch in den speziell auf KMU zugeschnittenen Maßnahmen wie dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) oder KMU-innovativ spielen Kooperationen mit Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen eine wichtige Rolle. Um die Wissensbasis in KMU durch Vernetzung und Kompetenzaufbau zu stärken, werden die Möglichkeiten zu Seitenwechseln zwischen Wirtschaft und Wissenschaft verbessert. Darüber hinaus werden ab 2016 deutschlandweit Innovationsforen etabliert, in denen KMU und Forschungseinrichtungen gemeinsam technologie- und disziplinübergreifend neue Ideen entwickeln und Umsetzungswege erarbeiten.

Die Bundesregierung stärkt KMU in regionalen Netzwerken und fördert ihre Rolle als Impulsgeber für Wertschöpfung und Garant für Ausbildungsplätze. Bereits jetzt bieten die Forschungscampi KMU die Möglichkeit, längerfristig an einem Ort mit Partnern aus der Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft auf Augenhöhe an den Trends der Zukunft zusammenzuarbeiten. Um die regionale Innovationsbasis in Deutschland weiter zu stärken, soll der Anteil von KMU in strategischen Innovationsverbünden künftig steigen. Hierzu kann auf die exzellenten Koordinierungs- und Managementkompetenzen deutscher Cluster und Netzwerke als Katalysatoren für KMU-Verbundvorhaben zurückgegriffen werden.

Angesichts zunehmend transnationaler Prozesse der Wissensgenerierung und Wertschöpfung ist die Zusammenarbeit von Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen mit internationalen Partnern weiter auszubauen. Schon heute stehen nationale Förderprogramme für die Vernetzung mit internationalen Partnern zur Verfügung, um deutschen KMU ein Sprungbrett für intensivere Auslandsaktivitäten zu bieten: Mit der Maßnahme zur Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbaren Netzwerken wird vor allem KMU die Möglichkeit geboten, in internationalen Partnerverbünden mitzuwirken. Mit der Weiterentwicklung von ZIM wurden zusätzliche Anreize für internationale Kooperationen deutscher KMU gesetzt. Unter dem Dach von KMU-international baut die Bundesregierung künftig das Informations- und Beratungsangebot deutscher KMU zur europäischen und internationalen Innovationskooperation weiter aus.

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Diffusion beschleunigen

Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, dass aus guten Ideen aus der Forschung noch schneller Innovationen werden. Dazu gehört es, möglichst frühzeitig zu beurteilen, ob eine Idee tatsächlich zu einem innovativen Produkt oder einer neuen Dienstleistung werden kann. Mit der Fördermaßnahme Validierung des technologischen und gesellschaftlichen Innovationspotenzials wissenschaftlicher Forschung – VIP+ schließt die Bundesregierung die häufig bestehende Lücke zwischen Ergebnissen aus der Grundlagenforschung und einer möglichen Anwendung. Mit der neuen Maßnahme WIPANO – Wissens- und Technologietransfer durch Patente und Normen fördert die Bundesregierung öffentliche Forschung und Unternehmen bei der Patentierung und Verwertung ihrer Ideen und unterstützt innovative Projekte für die Normung. Denn gute Ideen müssen geschützt werden und können durch Normung und Standardisierung rasch in Märkte diffundieren.

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